Der Thiere Großherr starb. Die hohe Facultät

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Gottlieb Konrad Pfeffel: Der Thiere Großherr starb. Die hohe Facultät Titel entspricht 1. Vers(1785)

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Der Thiere Großherr starb. Die hohe Facultät
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Vereinte sich, um seine Majestät
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Nach Standsgebühr zu balsamieren.
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Man schnitt den Leichnam auf. Doch, welch ein Phänomen!
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Man fand kein Herz. Die Aerzte disputieren
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Sich braun und blau; Hippokrates, Galen
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Und Avicenna siegt: die Herren demonstrieren
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Das Gegentheil von dem, was sie vor Augen sehn,
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Und streichen sich den Bart. Den Unfug zu vermeiden,
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Verbot der junge Schach aus weiser Politik
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Der Fakultät bey Knut und Strick
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In Zukunft die Monarchen auszuweiden;
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Und ließ auf allen Fall sich an des Herzens Platz
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Auf seinen neuen Purpurlatz
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Ein Supplement von Silberfaden sticken.
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Sein Sohn umgab das Ding mit einem Strahlenkranz.
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Sein Enkel wandelte, vielleicht aus Ignoranz,
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Vielleicht aus bloser Lust zu flicken,
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Das abgenutzte Herz in einen Stern.
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Und so entstand der Klecks, womit die großen Herrn
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Sich noch auf diesen Tag den leeren Busen schmücken.

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Heil denen Freund! die weder Stuhl noch Band
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Erhöhen kann, die uns, wie du, durch Thaten sagen,
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Daß sie ein Herz fürs Vaterland
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Und für die Freundschaft in sich tragen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottlieb Konrad Pfeffel
(17361809)

* 28.06.1736 in Colmar, † 01.05.1809 in Colmar

männlich, geb. Pfeffel

deutscher Schriftsteller, Kriegswissenschaftler und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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