Ein persischer Kalif, der zwar den Grieß

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Gottlieb Konrad Pfeffel: Ein persischer Kalif, der zwar den Grieß Titel entspricht 1. Vers(1784)

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Ein persischer Kalif, der zwar den Grieß,
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Das Zipperlein und eine Fistel hatte,
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Sich aber doch als Gott verehren ließ,
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Verlor sich auf der Jagd. Auf einer grünen Matte,
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Die tief im Holze lag, sah er mit leisem Graus,
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Was wenig Fürstenaugen sahen,
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Ein angefülltes Beinerhaus.
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Er wagt es muthig hinzunahen
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Und findet einen hagern Mann
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Mit alten Lumpen angethan,
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Der in den Todtenschädeln störte,
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Bald einen, bald den andern griff,
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Ihn forschend auf und abwärts kehrte,
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Dann auf den Haufen schmiß. He, Freund, rief der Kalif,
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Was machst du hier? Der Mann schien nicht auf ihn zu hören.
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Der Sultan reitet näher hin,
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Allein der Mann ließ sich nicht stören.
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Verwegner! weißt du nicht, daß ich der König bin:
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So brüllt er und durchbohrt mit Blicken ihn,
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Die, wie sein Herz, von wildem Zorn entbrennen,
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Sprich, ehe dir mein Speer das Hundeleben raubt,
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Was suchst du hier? »Herr, meines Vaters Haupt
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Und deines Vaters Haupt; ich kann sie nicht erkennen.«
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Hier schwang der Schach die mordgewohnte Hand;
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Sie sank – und das Phantom verschwand.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottlieb Konrad Pfeffel
(17361809)

* 28.06.1736 in Colmar, † 01.05.1809 in Colmar

männlich, geb. Pfeffel

deutscher Schriftsteller, Kriegswissenschaftler und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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