Lang sah ein Fisch, den die Natur mit Flügeln

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Gottlieb Konrad Pfeffel: Lang sah ein Fisch, den die Natur mit Flügeln Titel entspricht 1. Vers(1759)

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Lang sah ein Fisch, den die Natur mit Flügeln
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Von dünnem Schleyer ausgeschmückt,
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Den hohen Phöbus sich im Weltmeer spiegeln,
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Und endlich rief er ganz entzückt:
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Ich muß, ich muß dich in der Nähe,
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Wohlthäter aller Wesen, sehn!
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Er schwingt sich kühn in die lazurne Höhe:
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Wie groß bist du, wie liebenswerth, wie schön!
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Wie wunderbar sind deine Stralen,
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Die jeden Tropfen in dem Ocean
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Mit deinem hehren Bild bemalen!
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O seelig, wer dein Antlitz schauen kann!
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Itzt fühlt er nur und opfert stille Thränen.
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Doch plözlich deckt sein Aug ein düstrer Flor:
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Der Flügel ausgedorrte Sehnen
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Versagen ihm. Er sinkt, rafft sich empor,
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Sinkt tiefer, stürzt entgeistert nieder,
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Und fand, der Seele gleich, die jenseits unsrer Welt
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Die Gottheit schauen will, und aus den Wolken fällt,
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In seinem Element sich wieder.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottlieb Konrad Pfeffel
(17361809)

* 28.06.1736 in Colmar, † 01.05.1809 in Colmar

männlich, geb. Pfeffel

deutscher Schriftsteller, Kriegswissenschaftler und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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