Der Thiere Grossultan lag auf dem Krankenbette

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Gottlieb Konrad Pfeffel: Der Thiere Grossultan lag auf dem Krankenbette Titel entspricht 1. Vers(1773)

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Der Thiere Grossultan lag auf dem Krankenbette;
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Er war vom Kopf bis auf den Schwanz
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So dürr als Bruder Hain im Basler Todtentanz,
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Da war kein Vieh, das ihm nicht was gerathen hätte.
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Der Schwindsucht sichre Cur, die ein Franzos erfand,
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Die Cur im Ochsenstall war damals unbekannt.
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Die Gerste, sprach das Pferd, ist treflich für die Lunge,
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Sie kühlet das Geblüt und reiniget die Zunge.
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Nicht doch, versetzt der Bär, der wilde Honigseim
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Ist Balsam für die Brust und löst den zähen Schleim.
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Freund, rief ein weiser Wolf, ich wette hundert Kronen,
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Mein sympathetisches Arcan
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Erhält den Preis: Neun frische Ziegenbohnen
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Im Vollmond angehängt ziehn alle Seuchen an.
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Pfui, sprach der Leopard, man möchte flugs purgieren,
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Der Henker brauche diesen Quark:
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Ich lobe mir das Menschenmark
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Um einen Fürsten zu curieren.
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Ein Pfund des Tags in Thränen aufgelöst
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Hilft ganz gewiß,
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Dieß, Vetter, will ich gleich probieren,
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Versetzt der Patient, dein Rath ist Goldes werth:
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Ich selber habe längst gehört,
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Daß viele große Herrn auf Erden
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Durch dieses Mittel fett, wie junge Dachse werden.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottlieb Konrad Pfeffel
(17361809)

* 28.06.1736 in Colmar, † 01.05.1809 in Colmar

männlich, geb. Pfeffel

deutscher Schriftsteller, Kriegswissenschaftler und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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