Heil, Heil'dem Weib, das seine Zierde

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Gottlieb Konrad Pfeffel: Heil, Heil'dem Weib, das seine Zierde Titel entspricht 1. Vers(1768)

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Heil, Heil'dem Weib, das seine Zierde
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Nicht fremden Zonen stiehlt,
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Und, wie Cornelia, die Würde
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Des Muttertitels fühlt!
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Einst gab ein fremdes Frauenzimmer
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Ihr einen Staatsbesuch;
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Ihr ganzer Leib war lauter Schimmer
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Und lauter Wohlgeruch.
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Die Nymphe schwatzt von Putz und Kleide,
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So pflegt es noch zu gehn;
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Und endlich wünscht sie das Geschmeide
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Der Römerin zu sehn.
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Cornelia winkt ihren Söhnen,
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Und als sie sich genaht,
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So sprach sie zu der eiteln Schönen:
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Hier diese sind mein Staat.
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Wie manche Dame wird hier lachen,
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Auch du, Geliebte? – Nein,
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Nein! die Gebährerin der Gracchen
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Wird stets dein Vorbild seyn.

(Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich von Editura GmbH & Co. KG (Digitale Bibliothek) digitalisiert, vom TextGrid-Verbund erworben und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Gottlieb Konrad Pfeffel
(17361809)

* 28.06.1736 in Colmar, † 01.05.1809 in Colmar

männlich, geb. Pfeffel

deutscher Schriftsteller, Kriegswissenschaftler und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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