Der Welt-berühmten Königlichen Academie Georg-Augusta stattet wegen Uberlieferung des ihr höchst-geneigt gewidmeten Poetischen Lorber-Kranzes durch einen Ihrer Hochansehnlichen Mitglieder, den Hochgebornen Grafen und Herrn, Herrn Heinrich XI. Reuß, des Heil. Röm. Reichs Grafen und Herrn von Plauen in Ober-Grätz etc. etc. ihre unterthänige Danksagung in nachstehender Ode ab

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Sidonia Hedwig Zäunemann: Der Welt-berühmten Königlichen Academie Georg-Augusta stattet wegen Uberlieferung des ihr höchst-geneigt gewidmeten Poetischen Lorber-Kranzes durch einen Ihrer Hochansehnlichen Mitglieder, den Hochgebornen Grafen und Herrn, Herrn Heinrich XI. Reuß, des Heil. Röm. Reichs Grafen und Herrn von Plauen in Ober-Grätz etc. etc. ihre unterthänige Danksagung in nachstehender Ode ab (1727)

1
Mich ausserordentlich zu grüssen?
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Was machst du mir so reitzend kund?
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Was läßt du mir anjetzo wissen?
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Was legst du mir vor Schätze vor?
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Hebt mich der Musen Gott empor?
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Was soll die Hand von dir empfangen?
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Hilf Himmel! ich erstaune ganz!
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Du bringest mir den
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Den Jungfern sonst nicht leicht erlangen.

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Sonst meint das Männliche Geschlecht,
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Die, welche Huth und Degen tragen,
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Sie hätten nur allein das Recht.
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Nach Weisheit, Kiel und Ruhm zu fragen,
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Sie halten meistentheils dafür,
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Sophia habe ihre Zier
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Und Schmuck von ihnen bloß zu hoffen.
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Sie bilden sich wohl öfters ein:
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Es stünde der belaubte Hayn,
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Nur ihnen ganz alleine offen.

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Ja! ja er ist euch aufgemacht;
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Ihr geht und steht auf seinen Stuffen;
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Ihr seyd auf Geist und Witz bedacht;
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Denn darzu hat man euch beruffen.
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Ihr solt, und müßt euch um die Gunst
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Minervens, und um Witz und Kunst
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Nach Möglichkeit mit Ernst bemühen.
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Man weiß und kennt auch euren Fleiß;
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Man siehet auch zu euren Preiß
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Um Haupt und Schlaf die Lorbern blühen.

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Wir schätzen dieses Ehren-Kleid;
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Wir gönnen euch die güldnen Rosen;
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Nur aber trachtet nicht aus Neid
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Uns aus der Musen-Zunft zu stosen.
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Verlaßt nur diesen falschen Wahn,
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Als gieng ihr Tempel uns nichts an.
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Ihr könnt ja aller Orten lesen:
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Daß uns die Musen auch geführt;
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Daß mancher Lorber uns geziert,
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Der eurem öfters gleich gewesen.

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Zwar ist die Zahl der Frauen klein,
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Die sich in Wissenschaft bestreben,
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Und die mit Fleiß bemühet seyn,
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Sich aus dem Staube zu erheben.
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Ihr werthen Frauenzimmer auf!
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Bestrebt euch! steigt dem Berg hinnauf,
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Wo Phöbus herrscht, regiert und thronet;
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Wo man in seinen Tempel geht,
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Wo der gestirnte Pindus steht,
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Und jenes Chor der Musen wohnet.

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Auf! ringt nach Lorber, Kranz und Ruhm!
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Wer will euch diesen Eifer wehren?
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Dringt in der Musen Heiligthum,
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Und singt denselbigen zu Ehren!
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Nehmt Flöth und Cyther in die Hand,
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Und zieret euer Vaterland,
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Auf! rettet es von Schimpf und Schanden:
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Zeigt Geist und Gluth, damit man nicht
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Zum Nachtheil aller Frauen spricht:
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Es ist kein weises Weib vorhanden.

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Die Vorwelt hat so manches Weib
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Von hohen Gaben dargestellet,
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Das sich, o edler Zeit-Vertreib!
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Minervens Söhnen zugesellet.
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Geht! seht die kluge
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Die man in Purpur schauen kan,
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Und die jetzt unsre Krone worden.
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Begebt euch nur nach Sachsen hin;
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Ziert nicht die muntre
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Den schön und Lorberreichen Orden?

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Ihr Vorbild hat mein Blut erhitzt,
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Die Feder in die Hand zu nehmen;
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Ihr Eifer hat mich unterstützt.
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Wie solt ich mich der Weisheit schämen?
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Die Musen labten meine Brust;
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Ich find noch jetzo meine Lust
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An ihren nettgestimmten Säyten.
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Ich sing und spiele dann und wann,
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Und bin zufrieden, wenn ich kan
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Den Fuß zur Musen-Quelle leiten.

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Jedoch, ich halte dieß davor,
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Aus edler Großmuth allzuviel;
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Ihr habt mich gar zu sehr erhoben.

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Als Griechenland im Flor noch war,
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Und man noch dessen Spiele schätzte,
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So stellten sich viel Kämpfer dar,
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Weil jeder sich am Ruhm ergötzte,
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Sie eiferten mit Müh und Schweiß;
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Was war wohl ihr Gewinst, und Preiß?
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Kein Gold; ein Kranz von grünen Blättern.
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Der Ruhm der Kunst, der Kranz allein
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War ihnen mehr als Gold und Stein;
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Weil ihn kein Donner kan zerschmettern.

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Wie viele sich zum Pindus wagen;
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Sie sind zum Kampf und Streit geneigt,
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Um Ehren-Kränze wegzutragen.
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Elysien und Sachsen weiß,
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Wie eifrig man um Ruhm und Preiß,
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Um Kranz und Zweig bisher gerungen.
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Wer diese kennt, der siehet auch,
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Wie würdig sie den Lorberstrauch
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Verdient, den sie durch Fleiß erzwungen.

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Gelehrten Eifer zu belohnen,
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Die Meister von Verstand und Witz
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Umlaubet
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Auf welchem Ruhm und Purpur ruht!
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Nur den, dem Kranz und Schmuck gebührt;
107
Aus euren klug und muntern Söhnen.

108
Allein, was nehmt
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Was ists, das ich von
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Und schmücket meine jungen Haare,
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Daß sie mich groß und ewig macht;
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Sie führet mich zum Ehren-Hügel.

113
Dergleichen hohe Pracht verdienet?
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Ihr führet mich zum Ehren-Pol;
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Ich seh, wie schön der Lorber günet.
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Ganz Teutschland weiß ein einzig Haupt,
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Daß man mit solchem Schmuck umlaubt;
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Hier muß ich die
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Und gleichwohl stimmt
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Ich soll nunmehr die andre seyn;
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Wie werd ich dieß erwiedern können

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So glückts dem Weiblichen Geschlecht
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Das nach der edlen Weisheit trachtet;
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Ein Blat von ihrer Hand wird recht
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Als was besonders hochgeachtet.
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Die Großmuths-volle Höflichkeit
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Ists bloß, die mir den
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Ich habs dem Glücke zuzuschreiben.
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Und darum acht ich das auch nicht,
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Was ein vergällter Midas spricht;
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Die Ehre wird mir dennoch bleiben.

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Verfechtet, was
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Vertheidget, was
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Ich leg indes den
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Den ich von
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Ein köstliches Geschenke für.
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Verstöhret meine Sinne ganz,
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Und heißt mich wider Willen schweigen.

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Nehmt
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Zur Dankbarkeit von meinen Händen.
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Wenn einst mein Geist mehr Kräfte hat,
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Wird er
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Ich danke
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Und vor das
145
Das
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Auch vor die Ehre, die
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Durch Deinen Umgang zugewendet.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Sidonia Hedwig Zäunemann
(17111740)

* 15.01.1711 in Erfurt, † 11.12.1740 in Plaue

weiblich

deutsche Dichterin

(Aus: Wikidata.org)

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