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so hoch dein Purpur prangt;
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So viel du Ehr und Macht durch die Geburt erlangt!
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So scharf dein Angesicht und Auge Fürstlich strahlet;
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So viel man dir an Furcht, an Ehr und Liebe zahlet;
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So groß ist auch die Huld und Großmuth die dich schmückt.
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Fällt meinen Worten bey, und muß mit mir bekennen,
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Du seyst Trajan, August, ja Titus selbst zu nennen.
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Was aber sag ich viel von deinem hohen Geist,
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Du bist ein kluger Fürst/ und ein gelehrtes Wissen,
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Hat deine Fürsten-Brust ganz zu sich hingerissen.
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Du kennst der Weisheit Schmuck; du schliessest mit Vernunft;
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Siehst alles gründlich ein, und folgest nie der Zunft,
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Die sich an Thorheit labt, und falsche Gründe lehret:
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Indem dein Ohr nur das, was rein und gründlich, höret.
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Wie richtig jener denkt, wie weit der andre geht.
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Du bist gelehrt und klug, und von besondern Gaben:
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O! möchte doch die Welt viel solche Fürsten haben!
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Es sieht dein hoher Geist in tiefe Sachen ein;
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Du lößest Wörter auf, die andern Rätzel seyn.
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Du sinnest selbst was aus; giebst Kennern aufzurathen;
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Kurz: Deinen hohen Geist sieht man aus deinen Thaten.
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Was Wunder, wenn du auch gelehrte Männer liebst?
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Du rühmest ihren Fleiß, und weist sie hoch zu schätzen
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Wenn sie sich nur bemühn, was kluges aufzusetzen.
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Dieß weis die ganze Welt; ich muß es auch gestehn;
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Ich habe dieses Glück auch oft von
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Du hast ein Blat von mir sehr gnädig durchgelesen,
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Ob ichs gleich nicht verdient, und auch nicht werth gewesen.
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Daß ich mein Bergwerks Stück, und neues Saitenspiel,
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Und abermahls so frey vor deinen Ohren singe.
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Obs gleich sehr wenig Kunst und Zierde in sich hat.
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Jedoch den größten Schmuck durch
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Vergib der kühnen Hand, wenn sie mit recht gethan.
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Die Pflicht befahl es mir; die Ehrfurcht trieb mich an.
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In Unterthänigkeit reich ich
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Mein Herzog! schenke ihm nur einen holden Blick,
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Nimm es so liebreich an; wie allezeit geschehen,
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Und laß mich fernerhin dein Antliz gnädig sehen.