Ihro Hochfreyherrliche Excellenz, den Hochwohlgebohrnen Herrn, Herrn Johann Caspar Freyherrn von Pogarell, Erbherrn auf Ober-Bingerau in Schlesien, Ihro Römischen Kayserlichen Majestät decretirten Reichs-Hofrath, und Ihro Hochfürstlichen Durchlaucht zu Sachsen – Weymar Geheimden Legations-Rath und Abgesandten auf den Reichstag nach Regenspurg etc. begleitete auf Dero Reise nach Regenspurg mit nachstehender Ode

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Sidonia Hedwig Zäunemann: Ihro Hochfreyherrliche Excellenz, den Hochwohlgebohrnen Herrn, Herrn Johann Caspar Freyherrn von Pogarell, Erbherrn auf Ober-Bingerau in Schlesien, Ihro Römischen Kayserlichen Majestät decretirten Reichs-Hofrath, und Ihro Hochfürstlichen Durchlaucht zu Sachsen – Weymar Geheimden Legations-Rath und Abgesandten auf den Reichstag nach Regenspurg etc. begleitete auf Dero Reise nach Regenspurg mit nachstehender Ode (1727)

1
Meine Füsse haben Flügel,
2
Denn sie bringen mich zum Hügel,
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Wo der Musen-Tempel steht,
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Bis zu denen Lorber-Blättern,
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Die kein Donner kan zerschmettern,
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Wird mein Fuß nach Wunsch erhöht.
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Meine Schwestern hör ich singen,
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Und ihr angenehmer Thon
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Kan mich bald zur Folge bringen.
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Seht! ich dicht' anjetzo schon.

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Hör ich nicht bey diesen Sachen,
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Seh ich nicht Euterpen lachen,
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Daß so viele Stümper sind!
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Der zerbeißt sich Hand und Finger,
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Uber seine Wunder-Dinger,
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Die man doch kaum seltner findt.
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Jenem fällt nach Angst und Schwitzen
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Endlich noch ein Versgen ein,
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Und nach vieler Federn schnitzen,
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Möcht er gleichwol Zeter! schreyn.

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Doch Thalia rühmt darneben,
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Daß sich mancher ihr ergeben,
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Der ein reines Opfer bringt.
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Viele Ritter, grosse Männer
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Sind der Dichtkunst ächte Kenner,
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Und verstehn, was reitzend klingt.
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Und jetzt Abgesandter worden,
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Weil

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Ist durch Dich sehr hoch gestiegen,
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Du bist meines Fürsten Lust.
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Bist Du nicht Sophiens Ehre?
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Labt nicht deines Mundes Lehre
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Und dein Wissen ihre Brust?
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Dein vortreflicher Verstand
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Hat Dich schön und hoch erhaben:
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Dich verehret Stadt und Land.

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Was gebricht mir? Günthers Leyer!
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Was begehr ich? Feuer! Feuer!
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O! wer steckt dasselbe an?
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Phöbus komm es anzuzünden!
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Laß mich Reim und Worte finden,
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Daß ich feurig dichten kan:
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Und Ihm ein geschicktes Lied
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Mit nach Regenspurg zu bringen,
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Als wohin Er rühmlichst zieht.

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Mir nicht die genommne Ehre,
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Das ich dich begleiten will.
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Klingt mein Lied gleich nicht so schöne;
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Giebt es gleich kein solch Gethöne,
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Als Dein Rohr und Dichterkiel:
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Wirst Du es doch nicht verachten,
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Denn Dein klug und edler Geist
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Wird die Warheit doch betrachten,
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Welche mich jetzt schreiben heist.

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Warte! bleib! nein! zeuch nur immer!
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Denn der Abgesandten Zimmer
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Wartet auf den Reichs-Tag Dein.
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Der Gesandten ihr Verlangen
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Ist, Dich freudig zu empfangen,
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Jeder wünscht bey Dir zu seyn.
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Jedem ist dein kluges Sorgen,
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Und Dein grundgelehrter Geist,
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Licht und Weisheit nicht verborgen,
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Die dich auch bey Fürsten preist.

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Du bist der gelehrten Zierde;
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Dein Verlangen und Begierde
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Ist aufs Reiches Flor gericht.
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Du kanst
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Auch die Fürsten unterstützen,
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Weil Dirs nicht an Geist gebricht.
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Zeuch! und reise, um den Staaten
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Manchen edlen Dienst zu thun.
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Sein Befehl läßt Dich nicht ruhn.

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Zwey berühmt und schöne Wege,
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Führen zu dem Sternen-Feld.
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Ritter ohne grosse Seelen
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Kan man nicht zum Edlen zehlen,
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Weil ihr Geist sich sclavisch hält.
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Mit der Faust den Degen führen,
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Und die Feder in der Hand;
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Dieses kan den Adel zieren;
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Dieß erhebet seinen Stand.

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Die im Kriege Ruhm verschaffen,
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Hast du dir den Kiel ersehn.
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Denn du weist, durch sein Geschicke,
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Kan der Fürsten Guth und Glücke,
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Stets am sichersten bestehn.
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Dein erleuchter Geist erkennet,
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Was die Ritter herrlich macht.
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Dem, was sich erhoben nennet,
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Hast du allzeit nachgetracht.

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Was die Weisheit in sich fasset;
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Was sie liebt und was sie hasset;
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Was ihr edles Wesen ist;
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Liegt in deiner Seelen Grunde.
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Da aus deinem klugen Munde
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Auch der Weißheit Quelle fließt.
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Die Gelehrsamkeit vergnüget
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Sich an deinem grossen Geist,
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Weil sie dir im Herzen lieget,
101
Und du ihr Geheimniß weißt.

102
Fragt man, wer das Staats-Recht kennet?
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Wenn man dich,
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Nennt man den, ders gründlich weiß.
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Hat es jemand eingesehen,
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So muß mans von dir gestehen;
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Du ergründest es mit Fleiß.
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Die Historie darneben,
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Die dir manchen Schlaf entführt,
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Muß dir auch das Zeugniß geben:
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Daß dir Ruhm und Preiß gebührt.

112
Fragt man: wer im Dichter-Orden
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Ein berühmtes Mitglied worden?
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O! so heist es:
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In dem kleinsten Augenblicke
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Dichtet er die schönsten Stücke,
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Schreibt und spricht sie rein und schnell,
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Tugend und galante Sitten,
119
Gaben und Bescheidenheit,
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Folgen seinen muntern Schritten,
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Nebst der Edlen Höflichkeit.

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Wo ist Wahrheit? welch's Gemüthe
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Kennt und liebet ihre Güte?
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Ehrst du sie,
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Freylich ja, ein wahres Wesen
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Läßt sich aus den Wercken lesen,
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Die Dein Wandel stets verricht.
128
Selbst dein
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Sehn und rühmen deine Treu;
130
Also legen grosse Häuser
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Dir die schönsten Lorbern bey.

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Und Dein redliches Gewissen,
133
Und des Geistes Treflichkeit.
134
Drum belohnt er deine Gaben,
135
Darum hat er dich erhaben.
136
Dich verehret selbst der Neid.
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Sieht auch deine Gaben ein,
138
Drum soll deine Ehre wachsen;
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Du solst Sein Gesandter seyn.

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Nun mit dieser edlen Bürde,
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Mit der
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Gehst du nach der Donau fort:
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Der Gesandten die Dich ehren
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Ihre schöne Zahl zu mehren.
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Zeuch geschmückt nach diesen Ort!
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Zeuch, das Glück sey dein Begleiter!
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Und die Ehre trage dir,
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Ihre holden Schätze für.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Sidonia Hedwig Zäunemann
(17111740)

* 15.01.1711 in Erfurt, † 11.12.1740 in Plaue

weiblich

deutsche Dichterin

(Aus: Wikidata.org)

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