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Der Prinz, dem Bathseba den klugen Held gebahr,
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Und der, wie Gott gesagt, der frömmste König war,
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Erhube seinen Mund mit Andacht in die Höhe,
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Zu dem, der unser Glück, Macht, Seegen, Wohl und Wehe
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In seinen Händen hat, und bate Andachtsvoll:
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Herr! den die Welt verehrt so ich hier leben soll;
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So bitt ich, stürz mich nicht in Armuth; doch darneben
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Laß mir nicht allzuviel an Gold und Reichthum geben.
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Die Ursach steht darbey: Ich möchte, wenn ich reich,
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Auf dieser Erden wär, an Sitten lau und weich,
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An Andacht und Gebeth und Demuth träge werden,
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Und fragen: Wer ist Herr und Herrscher dieser Erden?
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Ja wohl, sah dieser Fürst nach seiner Weisheit ein,
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Daß es zur Seeligkeit ihm könte schädlich seyn:
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Denn die Erfahrung zeigt in nah und fernen Ländern,
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Daß Reichthum oft das Herz der Christen kan verändern.
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Denn wo vorher Gebeth und Glaub und Demuth war,
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Wo sich Bescheidenheit und Liebe offenbar
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Nebst mancher Tugend wieß; da kan sich alles legen;
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Der Geist wird frech und stolz, voll Hoffart und verwegen,
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Der Nächste wird veracht/ es fehlt die Freundlichkeit,
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Man setzt die Gottesfurcht und Demuth oft beyseit:
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Zumahl wenn hoher Stand bey Schein und Glück sich zeiget,
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Wird dadurch unser Geist von Guten abgeneiget.
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Allein so schädlich auch der Reichthum öfters ist;
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So nützlich ist er auch: Ich sage, wenn ein Christ
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Nicht, wie der Heyland lehrt, das Herze daran henget;
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Nein sondern klüglich sich mit selbigen vermenget.
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Die Gabe ist sehr gut, sie kömmt vom Gott. Allein.
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Der schnöde Mißbrauch ists, der uns kan schädlich seyn.
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Hingegen, wer sein Gut, das ihm der Herr geschenket,
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Mit Dankbarkeit empfängt/ und wie dort Jacob denket:
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Herr! ich bin zu gering der Wohlthat, die du mir
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So unverdient erzeigt. Zieht man die Hand herfür,
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Und schließt dieselbe auf, die Hungrigen zu speisen,
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Und keinen Durstigen von seiner Thür zu weisen;
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Bedeckt die Nackenden; und theilet dem, der bitt,
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Was seine Nothdurft braucht, aus guten Herzen mit;
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Sorgt vor das Gottes-Haus, und die an solchem bauen;
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Und lässet Geitz und Stolz gar niemahls von sich schauen.
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Und wendet Speiß und Trank zur Nothdurft; nicht zur Lust,
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Und Uberflusse an; so ist uns ja bewußt,
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Daß selbst das heilge Buch, und Gott von solchem saget?
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Der ist es, der mich liebt, und ernstlich nach mir fraget.
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War nicht dort Abraham groß, reich, und doch ein Held
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Des Glaubens? sagt, wie war des Isaacs Herz bestellt?
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War es nicht Gott geweyht? war Loth nicht reich und ehrte
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Den Schöpfer dieser Welt? Auch Israel vermehrte
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Die Zahl der Heiligen. Wie? zeigt nicht Joseph an,
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Daß man beym Reichthum auch dem Höchsten dienen kan?
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Ein Tugend-Muster ließ dort Boas von sich blicken,
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Er lehrte, wie man soll die Dürftigen erquicken.
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Elisa, der gar oft bey der zu Sunem blieb,
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War ihr zu aller Zeit von ganzem Herzen lieb.
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So reich auch Hiob war; so groß Susanna schiene,
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Und Judith Gut besaß; war doch fast keine Miene
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In ihrem Angesicht, die Gott zuwieder fiel,
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Die Demuth, Gottesfurcht war ihrer Wünsche Ziel.
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Maria, Lazarus und Martha hatten Güter,
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Und waren doch darbey Gottliebende Gemüther.
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Der Rathsherr Joseph sah den Heyland Jesum gern;
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Er legt ihn in sein Grab, und hieß ihn seinen Herrn.
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War nicht Cornelius ein Mann von Glaubens-Stärke?
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War er nicht Andachtsvoll und thate gute Werke?
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Wer zu des Höchsten Ehr; und Nächsten Dienst sein Gut
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Hier anzuwenden sucht, des Herze, Seel und Muth
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Ist nicht von Gott getrennt, sein Reichthum kan mit nichten
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Der Seele schädlich seyn, noch sie am Ende richten.
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Ein solch Exempel zeigt
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Gott giebt ihr Ehr und Gut; Sie giebt ihm Herz und Sinn
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Davor zur Dankbarkeit. Sie suchet sich der Armen,
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Betrübt, Verlassenen und Waysen zuerbarmen.
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Sie sorgt mit Ernst und Fleiß, daß sie dem Nächsten nützt,
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Und ihn in dem Beruf und Nahrung unterstützt.
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Den Armen liebet sie gleich ihren eignen Kinde.
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Wie liebreich, und wie treu, wie gütig und geschwinde
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Ist sie nicht, wenn sie soll den Nächsten Gutes thun?
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Ja, die geliebte Hand kan nicht vor Wohlthat ruhn.
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Wen speißt und tränkt sie nicht? wen sucht sie nicht zu kleiden?
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Und wen versorgt sie nicht? Sie kan durchaus nicht leiden,
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Daß man dem, ders verdient, die Lohnung vorenthält,
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Dieweil sie weiß, daß dieß dem Höchsten nicht gefällt.
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Wie reichlich theilt sie aus? Ihr Mund ist voller lachen,
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Der kan den Neider roth, den Lästrer schweigend machen.
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Den Hochmuth kennt sie nicht; Sie ist an Demuth reich,
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Sie dünket sich nicht groß und schätzt sich andern gleich,
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Sie mißbraucht nicht ihr Gut und ihre Ehren-Stelle.
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Was sag ich mehr! wie klar, wie feurig, rein und helle
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Strahlt nicht die Gottesfurcht aus ihrer Seele raus?
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Sie bethet in geheim und auch in Gottes Haus
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Vor sich und andere. Sie ehret Gottes Knechte,
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Und folget ihrem Rath. Drum saget man mit Rechte
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Mit Lust und Freudigkeit als wie Cornelius.
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Ich, die ich fremde bin, hab neulich deine Güte,
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Huld, Liebe, Zärtlichkeit und redliches Gemüthe
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Verwundernd angesehn. Drum sag ich eben das,
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Von deiner Tugend spricht: Ein Muster frommer Frauen
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Kan man mit Recht an dir,
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Drum kans nicht anders seyn, der Höchste siehet dich
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Mit Vaters-Blicken an, und läßet mildiglich
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Die Ströme seiner Huld und Güte auf dich fliessen,
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Er läßt auch heute dich ein neues Glück geniessen.
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Du kanst anjetzt vergnügt dein
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Dieß muß den Redlichen begegnen und geschehn.
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Es freuet sich dein Haus an diesem Seegens-Tage,
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Ich freue mich zugleich/ und wünsche Glück, und sage:
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Willkommen holdes Licht! daß dieses Fest gebracht.
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Der Herr, der über dich mit seiner Liebe wacht,
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Der fahr mit seegnen fort, und stärke deine Glieder,
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Kein Unfall presse dir den kleinsten Seufzer aus;
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Und dieß ist was mich wird in tausend Freuden setzen.