Was hast du Seele, mit der Erden

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Sidonia Hedwig Zäunemann: Was hast du Seele, mit der Erden (1727)

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Was hast du Seele, mit der Erden,
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Die doch mit Jammer und Beschwerden
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Und Müh umringet ist, zu thun?
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Sind denn nicht alle ihre Schätze
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Der Delila gebrauchte Netze?
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Dein Haupt kan hier nicht sicher ruhn.
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Hinweg mit ihr! zerreiß die Stricke,
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Wormit dein Geist gebunden ist!
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Dein Herz hinauf gen Himmel schicke,
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Zu deinem Heyland Jesus Christ.

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Hinweg mit diesem Weltgetümmel!
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Mein Geist erhebt sich nach den Himmel,
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Wo meine Lust und Freude wohnt.
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Hier find ich meiner Seelen Wonne,
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Mein Licht und meines Lebens Sonne,
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Die mich vor manchen Fall verschont.
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Hier find ich den, der mich geliebet,
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Und mich mit seinem Blut erlößt:
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Und wenn mich Welt und Kreutz betrübet.
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Mit seiner Huld und Gnade tröst.

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An deinen väterlichen Armen,
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An deiner Wahrheit und erbarmen,
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An deiner aufgestochnen Brust;
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An deinen Gaben, die du giebest,
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Und wie du mich so treulich liebest,
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Hab ich nur meine Freud und Lust.
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Du kenst mein Herz, du bist mein Zeuge,
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Wie sich mein Geist an dir erfreut!
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Biß ich mein Haupt zum Grabe neige,
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Bleibt nur der Himmel meine Freud.

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Was reichst du nicht nach deiner Güte
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Dem Leib, der Seele, dem Gemüthe
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Vor manche theure Wohlthat hin!
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Mein Herr in diesem armen Leben
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Bist du weit freudiger zu geben,
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Als ich bereit zu nehmen bin.
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Es liegt an mir, ich soll nur bitten,
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Ich soll nur erstlich zu dir schreyn;
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So wird gewiß auf meine Hütten
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Dein Seegen aus dem Himmel schneyn.

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Du giebst mir was mein Herz begehret,
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Was meine Seele speißt und nehret,
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Und was sie ewig glücklich macht.
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Die drey berühmten Erden-Götzen,
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Daran die Sünder sich ergötzen,
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Mein Geist nicht wünschet, noch betracht.
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Ich wünsche nur ein frommes Leben,
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Und bitte um dein heilgen Geist:
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Und dieses wirst du mir auch geben,
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Weil du mich darum bitten heist.

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Du bist der Herr, der mich gemachet,
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Das Auge, das die Welt bewachet;
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Und also siehst du auch auf mich.
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So wirst du dann an jeden Morgen
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Vor mich dein arm Geschöpfe sorgen.
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Dieß wünsch ich, darum bitt ich dich.
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Ich bitte: steure allem Bösen,
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Der Teufel sitzt ja nimmer still.
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Komm! sey bereit mich zu erlösen,
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Wenn mich ein Unglück stürzen will.

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Hab acht auf mich, erbarm dich meiner,
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Denn auf der Erden ist ja keiner
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So gütig und so stark als du.
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O Vater! sieh von deiner Höhe,
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Wies um die Noth der Deinen stehe.
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Wirf ihnen einen Seegen zu.
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Du hast ja starker Gott vor diesen
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Der Kinder Thränen angesehn,
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Und ihnen deine Gnad erwiesen.
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So komm auch jetzo beyzustehn.

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Gieb acht mein Herr auf meine Stege,
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Denn ich befehl dir meine Wege,
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Mein Leben, Wandel, Amt und Stand.
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Herr! Ich befehl dir meine Sachen,
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Mein Kreutz und Leiden, Thun und Machen.
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In deine gütge Allmachts-Hand.
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In Hofnung, Glauben und Vertrauen,
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Und wahrer Herzens-Zuversicht
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Will ich auf deine Worte bauen:
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Du läßt gewiß die Deinen nicht.

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Wem könt ich wohl mein Werk und Leben
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Und Wege besser übergeben,
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Als meines Vaters Wunderhand?
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Gott ist sehr gnädig und gelinde,
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Er weichet nicht von seinem Kinde,
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Er sorgt vor Leben, Seel und Stand.
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So nimm denn alle meine Sorgen
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Mein Herr und Vater auf dich hin;
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So weiß ich, daß ich an den Morgen,
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Und auch am Abend glücklich bin.

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Mich soll von deiner Furcht nichts spalten:
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Ich will getreulich bey dir halten,
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Und schlägst du mich auch noch so sehr.
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Du kanst es auch durch Kreuz und Weinen
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Nicht schlimm und böse mit mir meinen,
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Weils wider deine Liebe wär.
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Ich bin dir in die Hand geschrieben,
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Mein Name steht im Lebensbuch.
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Dieß wiederspricht des Sattans Trieben,
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Und giebt mir Kraft und Trost genug.

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Solt dieses nicht mein Herze stillen,
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Daß ohne deinen heilgen Willen
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Kein Haar von meinem Haupte fällt!
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Wie könte denn ein Kreuz und Leiden,
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Ein Unglücks-Fall ein giftig Neiden,
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Und was mich sonst gebunden hält;
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Was mich erschrecket und betrübet,
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Ohn Gottes Wink bey mir entstehn?
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Drum wird er auch im Kreuz geliebet,
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Gleich wie es bey dem Glück geschehn.

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Wenn alles auf mich blitzt und stürmet;
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So werd ich doch von dir beschirmet,
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Denn deine Gnade steht mir bey.
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Drum bin ich stille und gelassen,
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Und weiß mit Gott mich wohl zu fassen.
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Ich glaub an seine Vaters-Treu.
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Was soll ich murrn und ängstlich klagen
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Da mich Gott nicht verlassen will;
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Was soll ich zweifeln und verzagen,
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Da mich Gott nicht versäumen will!

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Drum hoft mein Herz und mein Gemüthe
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Getrost auf seine Wunder-Güte,
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So lange bis sie mich erhört.
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Ich hoffe, bis mich sein Erbarmen
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Wird hören, seegnen und umarmen;
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Bis sie mir Hülff und Trost beschert.
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Ich wart und hoffe in der Stille,
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Biß Gottes Gnaden-Seiger schlägt,
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Da er mir denn aus seiner Fülle
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Den schönsten Seegen auf mich legt.

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Die Weisheit, die er längst besessen,
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Hat warlich meiner nicht vergessen,
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Die weiß schon, wenn sie helfen soll.
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Ich weiß, der Herr wird meine Sachen
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Nach seiner Weisheit herrlich machen.
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Mein Herz ist dieses Glaubens voll.
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Wohlan! so lasse ich in allen
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Zu meinem Heil, zu seinem Preiß,
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Mir seine Fügung wohlgefallen,
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Dieweils Gott wohl zu machen weiß.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Sidonia Hedwig Zäunemann
(17111740)

* 15.01.1711 in Erfurt, † 11.12.1740 in Plaue

weiblich

deutsche Dichterin

(Aus: Wikidata.org)

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