Schwaneck

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Emanuel Geibel: Schwaneck (1833)

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Ferne blaut die Alpenkette,
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Die im Sonnendufte ruht;
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Drunten tief auf kies'gem Bette
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Zwischen Wäldern braust die Flut.

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Und hinaus zu jenen Gipfeln
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Und zum wilden Fluß ins Tal
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Blickt die Burg aus roten Wipfeln
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Im gedämpften Morgenstrahl.

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Dankbar preise seine Sterne,
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Wer dort oben Tag für Tag
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Holdverschwistert Näh' und Ferne
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Sinnend überschauen mag,

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Wo die heitre Ruh' der Gletscher
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Sein Gemüt ins Ew'ge neigt,
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Wo des Stromes Schaumgeplätscher
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Ihm ein Bild des Lebens zeigt.

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Dort, wenn einst verstummt mein Psalter,
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Vom Gewühl des Tages weit
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Möcht' ich sonnen mich im Alter
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In verschwiegner Einsamkeit

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Und vom Glück, das ich besessen,
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Noch gelabt im Widerschein
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Ohne Harm die Welt vergessen
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Und von ihr vergessen sein.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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