14.

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Emanuel Geibel: 14. (1833)

1
Ach, und aufs neue
2
Immer dies Sehnen?
3
Dieses Verlangens
4
Brennende Tränen?
5
Was dir im Lied doch
6
Glückt zu gestalten,
7
Lernst du's im Leben
8
Nimmer zu halten?

9
Meinst du den Frieden
10
Kaum dir gewonnen,
11
Wieder im Wind schon
12
Ist er zerronnen,
13
Tauchst in die Lüfte
14
Klingend Gefieder,
15
Aber die Erdkraft
16
Zieht dich hernieder.

17
Zauber der Sinne
18
Hält dich umwoben,
19
Himmlisches Heimweh
20
Treibt dich nach oben;
21
Streben und Sinken
22
Und wieder Streben,
23
Seele des Dichters,
24
Ist das dein Leben?

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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