14.

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Emanuel Geibel: 14. (1833)

1
Nun winkt's und flüstert's aus den Bächen,
2
Nun duftet's aus dem Tal herauf;
3
In ungestümer Sehnsucht brechen
4
Die Knospen und die Herzen auf.

5
Des Hirsches Trott erklingt im Walde,
6
Im Blauen schifft der wilde Schwan,
7
Den Älpler treibt's zur sonn'gen Halde,
8
Der Schiffer löst den schwanken Kahn.

9
Das sind die alten Zauberlieder,
10
Die hell ins Land der Frühling singt,
11
Daß tief durch alles Leben wieder
12
Ein ungeduldig Hoffen dringt.

13
Und in das schallende Getriebe
14
Hineingezogen wallst auch du
15
Und suchst, o Herz, das Haus der Liebe
16
Und pilgerst nach dem Land der Ruh'.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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