1.

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Emanuel Geibel: 1. (1833)

1
Es saust der Wind im dunkeln Wald,
2
Daß hoch die Wipfel schwanken;
3
Wohl über den Wald, wohl über die Flur
4
Verweht er meine Gedanken.

5
Er trägt sie hin zum Grafenschloß,
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Da klingen Flöten und Geigen,
7
Bei Kerzenschimmer perlt der Wein,
8
Im Saale braust der Reigen.

9
Das ist das Fest der schönsten Maid,
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Das Fest der weißen Rose;
11
Man bringt ihr manchen Becher dar,
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Manch Sprüchlein bunt und lose.

13
Sie steht im Tanz und hat nicht acht,
14
Daß sie die Weise lerne;
15
Sie lächelt still in sich hinein,
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Als wär' ihr Sinn in der Ferne.

17
Ich weiß es nicht, ist an ihr Ohr
18
Des Lieds ein Ton gedrungen,
19
Das weit von ihr im dunkeln Wald
20
Der Jägersmann gesungen?

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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