4.

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Emanuel Geibel: 4. (1833)

1
Das ist der Fluch von diesen trüben Zeiten,
2
Wo losgelassen die Parteien toben,
3
Daß kaum der Starke, welcher blickt nach oben,
4
Vermag in Reinheit mittendurch zu schreiten.

5
Nur
6
So hat sein ganzes Wesen sich verschoben,
7
Nur
8
Was er noch jüngst bedacht war zu bestreiten.

9
Drum gib, o Herr, daß ich die Lebensamme,
10
Die heil'ge Freiheit, nie mit jenem Weibe
11
Im blut'gen, aufgeschürzten Kleid verdamme!

12
Und ob die Wilde mich an meinem Leibe
13
Schmerzlich versehren mag mit Erz und Flamme:
14
Gib, daß ich treu der Himmelstochter bleibe!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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