Mein Weg

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Emanuel Geibel: Mein Weg (1833)

1
Ich hör' es wohl, es rufen die Partein:
2
»komm her und woll' uns endlich angehören!
3
Der rüst'ge Harfner sei zu unsern Chören
4
Und schling als Kranz dein Lied um unsern Wein!«

5
Mein ewig Echo bleibt ein ruhig: »Nein!«
6
Denn zu der Fahnen keiner kann ich schwören;
7
Den Gott im Busen darf kein Schlagwort stören,
8
Ich folge meinem

9
Dem Wandrer bin ich gleich am Felsenhang,
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Dem schroff die Wand sich türmt zur rechten Seite,
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Zur Linken braust der See mit dumpfem Klang.

12
Doch rühr' ich fromm die Saiten, wie ich schreite,
13
Und oftmals will's mir dünken beim Gesang,
14
Daß mich wie Kaiser Max ein Engel leite.

(Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich von Editura GmbH & Co. KG (Digitale Bibliothek) digitalisiert, vom TextGrid-Verbund erworben und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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