7. Chelidono

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Emanuel Geibel: 7. Chelidono (1833)

1
Wo die Platane sich riesig erhebt im Schatten der Waldschlucht,
2
Ragt in Trümmer bereits fallend das Kloster empor;
3
Längst ist der Mönche Gesang in der Kirche verhallt, und es duftet
4
Weihrauch nimmer, des Chors ewige Lampe verlosch;
5
Aber der Quell, der kühl am Altar aufsprudelt, erquickt noch
6
Häufig den Wandrer, er spricht dankend ein kurzes Gebet.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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