Es nahn und fliehn die wechselnden Gestalten

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Emanuel Geibel: Es nahn und fliehn die wechselnden Gestalten Titel entspricht 1. Vers(1833)

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Es nahn und fliehn die wechselnden Gestalten,
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Und was wir kaum im Herzen liebgewannen,
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Die Ferne führt es neidisch uns von dannen,
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Im Lauf der Stunden muß es rasch veralten.

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Da greift der Künstler in des Schicksals Walten:
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Ein Zaubrer, weiß er Raum und Zeit zu bannen,
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Er weiß den Augenblick, den wir umspannen,
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In lichten Farben selig festzuhalten.

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So hast nun du mit schöpfrischem Gemüte
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Die schönste Ros' auf Hellas' schönen Auen
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Dahingebannt in ew'ger Jugendblüte.

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Und staunend wird es noch der Enkel schauen,
13
Dies Angesicht voll Majestät und Güte,
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Die Königin der Griechen und der Frauen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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