Der Ritter vom Rheine

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Emanuel Geibel: Der Ritter vom Rheine (1833)

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Ich weiß einen Helden von seltener Art,
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So stark und so zart, so stark und so zart;
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Das ist die Blume der Ritterschaft,
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Das ist der erste an Milde und Kraft,
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So weit auf des Vaterlands Gauen
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Die Sterne vom Himmel schauen.

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Er kam zur Welt auf sonnigem Stein
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Hoch über dem Rhein, hoch über dem Rhein;
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Und wie er geboren, da jauchzt' überall
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Im Lande Trompeten- und Paukenschall,
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Da wehten von Burgen und Hügeln
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Die Fahnen mit lustigen Flügeln.

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In goldener Rüstung geht der Gesell,
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Das funkelt so hell, das funkelt so hell!
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Und ob ihm auch mancher zum Kampf sich gestellt,
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Weiß keinen, den er nicht endlich gefällt;
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Es sanken Fürsten und Pfaffen
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Vor seinen feurigen Waffen.

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Doch wo es ein Fest zu verherrlichen gilt,
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Wie ist er so mild, wie ist er so mild!
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Er naht, und die Augen der Gäste erglühn,
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Und der Sänger greift in die Harfe kühn,
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Und selbst die Mädchen im Kreise,
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Sie küssen ihn heimlicherweise.

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O komm, du Blume der Ritterschaft,
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Voll Milde und Kraft, voll Milde und Kraft!
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Tritt ein in unsern vertraulichen Rund
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Und wecke den träumenden Dichtermund
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Und führ' uns beim Klange der Lieder
30
Die Freude vom Himmel hernieder!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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