18.

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Emanuel Geibel: 18. (1833)

1
Es stand ein Veilchenstrauß an meinem Bette,
2
Der duftete mir zu gar süßen Traum:
3
Ich lag am Abhang einer Hügelkette,
4
Und überblüht von Veilchen war der Raum:
5
So viele wuchsen nie an einer Stätte,
6
Man sah vor ihrem Blau den Rasen kaum;
7
Da sprach das Herz: Hier ging mein Lieb, das traute,
8
Und Veilchen sproßten auf, wohin sie schaute.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Emanuel Geibel
(18151884)

* 17.10.1815 in Lübeck, † 06.04.1884 in Lübeck

männlich, geb. Geibel

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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