Wie flog der Wagen leicht dahin

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August von Platen: Wie flog der Wagen leicht dahin Titel entspricht 1. Vers(1828)

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Wie flog der Wagen leicht dahin,
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Seit hinter mir der Apennin,
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Seit jeder Pfad, auf dem er flog,
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Ins Arnotal hinunterbog!
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Olivenhaine rings herum,
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Wo manches schöne Tuskulum,
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Umgeben von Zypressen, stand,
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Verhießen mir ein mildres Land,
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Ein Volk, das immer fröhlich singt,
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Und dessen Sprache süßer klingt.

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Nie laßt mich wiedersehn, o nie
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Die nebelreiche Lombardie,
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Wo winterlich der Flüsse Qualm
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Umdampft den dürren Stoppelhalm,
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Und über ebne Flächen weit
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Sich legt die dicke Feuchtigkeit!
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Wie prächtig Mailand auch, wie groß,
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Es liegt der Finsternis im Schoß,
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Und seiner breiten Straßen Glanz,

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Was frommt er ihm? Der Scala Tanz,
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Den alten, marmorblanken Dom
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Beneiden ihm Florenz und Rom;
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Doch wo's so finster ist und kalt,
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Welch quälerischer Aufenthalt!
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Wer wollte nicht, um ihn zu fliehn,
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Hoch über die Gebürge ziehn,
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Hinab zur schönen Stadt gekehrt,
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Die einst der Welt so viel gelehrt?

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Du bist mir im Dezember Lenz,
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Du milder Himmel von Florenz!
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Paläste, grüne Haine ziert
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Der Arno, welcher nie gefriert,
33
Und über ihm, so schön und breit,
34
Die Brücke der Dreifaltigkeit.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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August von Platen-Hallermünde
(17961835)

* 24.10.1796 in Ansbach, † 05.12.1835 in Syrakus

männlich, geb. von Platen-Hallermund

| Cholera

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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