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Von der Theiß, der klaren, fischereichen,
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Ist der Geiger Mischka hingezogen,
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Wo der Marosch barsche Wogen
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Brausend durch beschäumte Klippen streichen.
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Der Zigeuner wandert, arm und heiter,
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In die Ferne, Fremde, fort und weiter;
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Wenn er auch am Wohlgeschmack der Erde
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Karg und selten nur sich weidet,
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Ist ihm jeder Ort doch bald entleidet,
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Und was heimisch, wird ihm zur Beschwerde;
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Wenig brauchend kommt und geht
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Dieser fiedelnde Aszet.
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Mischkas Hüttlein mit dem Halmendach
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Ragt empor vom Grund nur wenig Spannen,
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Und vorüber wild und jach
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Stürzt die Marosch durch die Felsen, Tannen.
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Horch, wie rauschen Mischkas helle Saiten
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Unter diesen Halmen, die vorzeiten
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Bei dem Klang der Lerchenlieder
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Auf dem Feld sich wiegten hin und wider.
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Nicht allein an Schall und süßen Weisen
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Ist dies niedre Hüttlein reich zu preisen;
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Strahlen hegt es auch in Fülle,
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Wie sie aus den schönsten Welten
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Uns herüber, flüchtig, selten,
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Leuchten durch die Menschenhülle.
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Mischkas treues Liebchen ruht im Grabe;
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Doch sie ließ zur Abschiedsgabe
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Seines Glücks ihm einen teuren Rest,
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Daß sein Herz sich minder härme;
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Wie die holde Sommerwärme
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Sterbend ihre Frucht uns läßt.
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Die vom Abendrot Geküßte
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Ist vom leichten West umflogen,
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Und es flattert um der Brüste
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Melodiegeschwellte Wogen
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Ihres Haars gelockte Nacht;
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O, wenn diese schöne Brust erwacht!
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Dieses Busens keusche Wellen,
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Die noch Liebe nie empfanden,
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Selig, wem sie einst entgegenschwellen
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Und ans Herz im Sturm der Liebe branden!
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Selig, wer aus diesen schwarzen Augen
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Darf den ersten Blitz der Leidenschaft
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Und aus diesem Mund ein Flüstern saugen,
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Süß und wonneirr und zauberhaft,
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Daß der Cherub beim Gesang der Worte
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Sinkt in Schlummer an des Edens Pforte!
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Bald doch, bald die Worte unter Küssen
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In ein süßres Leben sterben müssen! –
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Also glühen die Gedanken
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Durch die Brust dem Liebeskranken;
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Einsam dort am Waldessaume,
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Harrt und lauscht er unterm Baume,
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Ob kein Rascheln aus dem Tannengrunde
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Ihm ein Wild verrät, zur Abendstunde
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Sachte auf den freien Anger schreitend,
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Freundlich aus dem Wald den Tag begleitend.
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Und er stellt dem Liebesglück ein Zeichen:
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Wenn ich heut ein edles Wild noch schieße,
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Werd ich meinen heißen Wunsch erreichen,
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Daß ich sie in meine Arme schließe.
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Sieh dort eine braune Wohlgestalt,
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Ruhig kommt ein Hirsch dort aus dem Wald,
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Daß der Jäger kann die Enden zählen:
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Gott der Liebe, laß mich jetzt nicht fehlen!
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Ha! er stürzt, halloh! nun ist sie mein!«