Es ging ein Mann zur Frühlingszeit

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Johann Georg Jacobi: Es ging ein Mann zur Frühlingszeit Titel entspricht 1. Vers(1777)

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Es ging ein Mann zur Frühlingszeit
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Durch Busch und Felder weit und breit
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Um Birke, Buch' und Erle;
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Der Bäume Grün im Mayenlicht,
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Die Blumen drunter sah' er nicht;
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Er suchte seine Perle.

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Die Perle war sein höchstes Gut,
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Er hatt' um sie des Meeres Fluth
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Durchschifft und viel gelitten;
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Von ihr des Lebens Trost gehofft,
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Im Busen sie bewahrt, und oft
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Dem Räuber abgestritten.

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Da sucht' er nun mit Weh und Ach
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Da wies man ihm den hellen Bach,
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Und drinn die goldne Schmerle;
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Nichts half der Bach im Sonnenglanz,
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Im Bache nichts der Schmerlen Tanz;
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Er suchte seine Perle.

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Und suchen wird er immer so,
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Wird nicht des Lebens werden froh,
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Nicht mehr die Morgenstunden
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Am purpurrothen Himmel sehn;
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Berg auf und nieder muß er gehn,
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Bis daß er sie gefunden.

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Der arme Pilger! So wie er,
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Geh' ich zur Frühlingszeit umher
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Um Birke, Buch' und Erle;
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Des Mayen Wunder seh' ich nicht;
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Was aber, ach! was mir gebricht,
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Ist mehr als eine Perle.

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Was mir gebricht, was ich verlor,
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Was ich zum höchsten Gut erkor,
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Ist Lieb' im treuen Herzen.
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Vergebens wall' ich auf und ab;
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Doch find' ich einst ein kühles Grab,
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Das endet alle Schmerzen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Georg Jacobi
(17401814)

* 02.09.1740 in Düsseldorf, † 04.01.1814 in Freiburg im Breisgau

männlich, geb. Jacobi

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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