So wandle denn, von Thränen und von Küssen

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Johann Georg Jacobi: So wandle denn, von Thränen und von Küssen Titel entspricht 1. Vers(1777)

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So wandle denn, von Thränen und von Küssen
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Begleitet, deine Bahn!
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Ein kleiner Engel wird voran
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Dir gehn, und leuchten dir in deinen Finsternissen.
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Des Engels Haupt ist sanftes Abendroth;
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Aus seinen Händen nimmt der Tod
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Den Becher, den er dir zum letzten Schlummer beut;
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Und tief im Becher ist des Himmels Süßigkeit.
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Schon warten dein mit rosenfarbnen Flügeln,
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Auf ewig grünen Hügeln,
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Die Kinder-Seelen dort, im bessern Sonnenglanz,
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Und zeigen sich einander deinen Kranz.
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O wie so brüderlich, mit seligem Vertrauen,
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Du neuer Engel! wirst du nun
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An ihrer Brust, als ihr Gespiele, ruhn;
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Mit ihnen Palmen-Hütten bauen,
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Und zwischen Lilien den Gott der Wonne schauen,
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Den du, vom Winde leicht gekühlt,
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Hienieden schon gefühlt,
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Als wir in deinen Schooß die ersten Blumen warfen.
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So wandle denn zum Klang der Silberharfen;
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Und wenn dein Blick herab von hohen Sternen fällt,
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O dann gedenk' an diese Schatten-Welt,
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An diesen Erden-Tag,
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An diesen Labetrunk, in liebevollen Armen,
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Das einzige, was irdisches Erbarmen
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Dem Sterbenden zu reichen noch vermag.
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Gedenk' an uns, in deinem Siege!
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Mir aber segnen oft die kleinen, holden Züge,
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In denen uns das Paradies
31
Ein Bild von seiner Unschuld wies.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Georg Jacobi
(17401814)

* 02.09.1740 in Düsseldorf, † 04.01.1814 in Freiburg im Breisgau

männlich, geb. Jacobi

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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