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Weit in einem Walde droben
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Zwischen hoher Felsen Zinnen,
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Steht ein altes Schloß erhoben,
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Wohnet eine Zaubrin drinnen.
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Von dem Schloß, der Zaubrin Schöne
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Lockend schweifen fremde Töne
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Plötzlich her oft aus dem Walde.
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Wem sie recht das Herz getroffen,
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Der muß nach dem Walde gehen,
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Ewig diesen Klängen folgend,
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Und wird nimmermehr gesehen.
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Tief in wundersamer Grüne
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Steht das Schloß, schon halb verfallen,
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Hell die goldnen Zinnen glühen,
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Einsam sind die weiten Hallen.
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Auf des Hofes stein'gem Rasen
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Sitzen von der Tafelrunde
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All die Helden dort gelagert,
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Überdeckt mit Staub und Wunden.
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Heinrich liegt auf seinem Löwen,
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Gottfried auch, Siegfried der Scharfe,
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König Alfred, eingeschlafen
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Über seiner goldnen Harfe.
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Don Quijote hoch auf der Mauer
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Sinnend tief in nächt'ger Stunde,
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Steht gerüstet auf der Lauer
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Und bewacht die heil'ge Runde.
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Unter fremdes Volk verschlagen,
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Arm und ausgehöhnt, verraten,
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Hat er treu sich durchgeschlagen,
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Eingedenk der Heldentaten
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Und der großen, alten Zeiten,
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Bis er, ganz von Wahnsinn trunken,
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Endlich so nach langem Streiten
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Seine Brüder hat gefunden.
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Einen wunderbaren Hofstaat
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Die Prinzessin dorten führet,
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Hat ein'n wunderlichen Alten,
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Der das ganze Haus regieret.
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Einen Mantel trägt der Alte,
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Schillernd bunt in allen Farben
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Mit unzähligen Zieraten,
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Spielzeug hat er in den Falten.
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Scheint der Monden helle draußen,
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Wolken fliegen überm Grunde:
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Fängt er draußen an zu hausen,
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Kramt sein Spielzeug aus zur Stunde.
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Und das Spielzeug um den Alten
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Rührt sich bald beim Mondenscheine,
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Zupfet ihn beim langen Barte,
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Schlingt um ihn die bunten Kreise,
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Auch die Blümlein nach ihm langen,
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Möchten doch sich sittsam zeigen,
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Ziehn verstohlen ihn beim Mantel,
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Lachen dann in sich gar heimlich.
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Und ringsum die ganze Runde
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Zieht Gesichter ihm und rauschet,
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Unterhält aus dunklem Grunde
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Sich mit ihm als wie im Traume.
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Und er spricht und sinnt und sinnet,
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Bunt verwirrend alle Zeiten,
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Weinet bitterlich und lachet,
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Seine Seele ist so heiter.
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Bei ihm sitzt dann die Prinzessin,
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Spielt mit seinen Seltsamkeiten,
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Immer neue Wunder blinkend
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Muß er aus dem Mantel breiten.
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Und der wunderliche Alte
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Hielt sie sich bei seinen Bildern
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Neidisch immerfort gefangen,
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Weit von aller Welt geschieden.
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Aber der Prinzessin wurde
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Mitten in dem Spiele bange
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Unter diesen Zauberblumen,
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Zwischen dieser Quellen Rauschen.
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Frisches Morgenrot im Herzen
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Und voll freudiger Gedanken,
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Sind die Augen wie zwei Kerzen,
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Schön, die Welt dran zu entflammen.
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Und die wunderschöne Erde,
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Wie Aurora sie berühret,
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Will mit ird'scher Lust und Schmerzen
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Ewig neu sie stets verführen.
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Denn aus dem bewegten Leben
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Spüret sie ein Hochzeitsgrüßen,
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Mitten zwischen ihren Spielen
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Muß sie sich bezwungen fühlen.
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Und es hebt die ewig Schöne,
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Da der Morgen herrlich schiene,
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In den Augen große Tränen,
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Hell die jugendlichen Glieder.
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»wie so anders war es damals,
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Da mich, bräutlich Ausgeschmückte.
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Aus dem heimatlichen Garten
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Hier herab der Vater schickte!
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Wie die Erde frisch und jung noch,
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Von Gesängen rings erklingend,
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Schauernd in Erinnerungen,
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Helle in das Herz mir blickte,
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Daß ich, schamhaft mich verhüllend,
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Meinen Ring, vom Glanz geblendet,
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Schleudert in die prächt'ge Fülle,
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Als die ew'ge Braut der Erde.
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Wo ist nun die Pracht geblieben,
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Treuer Ernst im rüst'gen Treiben,
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Rechtes Tun und rechtes Lieben
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Und die Schönheit und die Freude?
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Ach! ringsum die Helden alle,
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Die sonst schön und helle schauten,
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Um mich in den lichten Tagen
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Durch die Welt sich fröhlich hauten,
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Strecken steinern nun die Glieder,
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Eingehüllt in ihre Fahnen,
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Sind seitdem so alt geworden,
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Nur ich bin so jung wie damals. –
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Von der Welt kann ich nicht lassen,
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Liebeln nicht von fern mit Reden,
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Muß im Arm lebendig fassen! –
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Laß mich lieben, laß mich leben!«
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Nun verliebt die Augen gehen
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Über ihres Gartens Mauer,
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War so einsam dort zu sehen
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Schimmernd Land und Ström und Auen.
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Und wo ihre Augen gingen:
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Quellen aus der Grüne sprangen,
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Berg und Wald verzaubert standen,
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Tausend Vögel schwirrend sangen.
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Golden blitzt es überm Grunde,
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Seltne Farben irrend schweifen,
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Wie zu lang entbehrtem Feste
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Will die Erde sich bereiten.
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Und nun kamen angezogen
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Freier bald von allen Seiten,
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Federn bunt im Winde flogen,
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Jäger schmuck im Walde reiten.
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Hörner munter drein erschallen
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Auf und unter durch das Grüne,
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Pilger fromm dazwischen wallen,
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Die das Heimatsfieber spüren.
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Auf vielsonn'gen Wiesen flöten
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Schäfer bei schneeflock'gen Schafen,
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Ritter in der Abendröte
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Knien auf des Berges Hange,
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Und die Nächte von Gitarren
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Und Gesängen weich erschallen,
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Daß der wunderliche Alte
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Wie verrückt beginnt zu tanzen.
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Die Prinzessin schmückt mit Kränzen
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Wieder sich die schönen Haare,
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Und die vollen Kränze glänzen
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Und sie blickt verlangend nieder.
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Doch die alten Helden alle,
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Draußen vor der Burg gelagert,
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Saßen dort im Morgenglanze,
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Die das schöne Kind bewachten.
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An das Tor die Freier kamen
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Nun gesprengt, gehüpft, gelaufen,
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Ritter, Jäger, Provenzalen,
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Bunte, helle, lichte Haufen.
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Und vor allen junge Recken
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Stolzen Blicks den Berg berannten,
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Die die alten Helden weckten,
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Sie vertraulich Brüder nannten.
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Doch wie diese uralt blicken,
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An die Eisenbrust geschlossen,
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Brüderlich die Jungen drücken,
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Fallen die erdrückt zu Boden.
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Andre lagern sich zum Alten,
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Graust ihn'n gleich bei seinen Mienen,
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Ordnen sein verworrnes Walten,
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Daß es jedem wohlgefiele;
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Doch sie fühlen schauernd balde,
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Daß sie ihn nicht können zwingen,
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Selbst zu Spielzeug sind verwandelt,
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Und der Alte spielt mit ihnen.
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Und sie müssen töricht tanzen,
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Manche mit der Kron geschmücket
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Und im purpurnen Talare
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Feierlich den Reigen führen.
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Andre schweben lispelnd lose,
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Andre müssen männlich lärmen,
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Rittern reißen aus die Rosse,
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Und die schreien gar erbärmlich.
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Bis sie endlich alle müde
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Wieder kommen zu Verstande,
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Mit der ganzen Welt im Frieden,
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Legen ab die Maskerade.
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»jäger sind wir nicht, noch Ritter«,
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Hört man sie von fern noch summen,
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»spiel nur war das – wir sind Dichter!« –
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So vertost der ganze Plunder,
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Nüchtern liegt die Welt wie ehe,
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Und die Zaubrin bei dem Alten
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Spielt' die vor'gen Spiele wieder
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Einsam wohl noch lange Jahre. –