Die Welt ruht still im Hafen

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Joseph von Eichendorff: Die Welt ruht still im Hafen Titel entspricht 1. Vers(1822)

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Die Welt ruht still im Hafen,
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Mein Liebchen, gute Nacht!
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Wann Wald und Berge schlafen,
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Treu' Liebe einsam wacht.

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Ich bin so wach und lustig,
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Die Seele ist so licht,
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Und eh ich liebt, da wußt ich
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Von solcher Freude nicht.

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Ich fühl mich so befreiet
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Von eitlem Trieb und Streit,
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Nichts mehr das Herz zerstreuet
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In seiner Fröhlichkeit.

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Mir ist, als müßt ich singen
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So recht aus tiefster Lust
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Von wunderbaren Dingen,
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Was niemand sonst bewußt.

17
O könnt ich alles sagen!
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O wär ich recht geschickt!
19
So muß ich still ertragen,
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Was mich so hoch beglückt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Joseph von Eichendorff
(17881857)

* 10.03.1788 in Ratibor, Oberschlesien, † 26.11.1857 in Neisse, Oberschlesien

männlich, geb. Eichendorff

natürliche Todesursache | Lungenentzündung

bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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