12.

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Gerhard Tersteegen: 12. (1733)

1
Ist denn mein Leben nicht kurz? Hiob 10, 20.

2
Du hast ein Ziel gesetzt, das wird er nicht überschreiten. Hiob 14, 5

3
Mein Gott, mein Liebster, denk, daß mir
4
Die kurzen Tag' dem Schatten gleich vergehen;
5
In diesem dunkeln Hause hier
6
Kann mir, wenn dir's beliebt, ein schöner Tag aufgehen!

7
Dein Nahsein ist des Lichtes Bronn,
8
Dein Fernsein macht, daß ich die Nacht nur finde;
9
Gib vollen Glanz, du Gnadensonn,
10
Erleuchte mein Gemüt, mein mattes Herz entzünde!

11
Bricht nur die Liebe meine Band',
12
Dann sorg' ich nicht, noch vor dem Tod erblasse;
13
Ist mir die Stunde unbekannt,
14
Dem höchsten Gut ich dann nur mehr mich überlasse.

15
Mein Bräutigam, vergib, vergib,
16
Es sind wie nichts, du weißt es, meine Tage;
17
Dir überlass' ich mich, mein' Lieb',
18
Als meine Stütze mich in meiner Schwachheit trage!

19
Zwar wenig Jahr' ich übrig hab',
20
Doch kannst du sie wohl brauchen dir zu Ehren;
21
Fällt einst mein Leichnam ein ins Grab,
22
Dann preiset dich mein Herz ohn' End' mit jenen Chören.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gerhard Tersteegen
(16971769)

* 25.11.1697 in Moers, † 03.04.1769 in Mühlheim an der Ruhr

männlich, geb. Tersteegen

deutscher Laienprediger und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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