1.

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Gerhard Tersteegen: 1. (1733)

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Siehe, ich will viel Fischer aussenden, spricht der Herr, die sollen sie fischen. Jer. 16, 16

2
So fische, Gotteslieb', ach, fische so viel Herzen,
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Daß Wollust keine fangen kann,
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Ihr Lockaas bringt nur Schmerzen;
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Dein Köder göttlich ist, ich beiße willig an!

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Schau, süßer Fischer, daß kein Herze dir entfalle,
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Halt fest, die schon gefangen sein,
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Entnimm sie dem Betrüger alle!
9
Mein seligster Gewinn, mein Glück ist dies allein,
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Daß mein Herz nimmer werd' entrissen deiner Hand;
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O selig's Los, o sichrer Stand!

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Mein Gott, mein Bräutigam, wie würd' es mich vergnügen,
13
Wenn ich mein Herz möcht' sehn bei jenen vor dir liegen!
14
Mit unverrückter, treuer Lieb'
15
Ich dir gern immer nahe blieb'.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gerhard Tersteegen
(16971769)

* 25.11.1697 in Moers, † 03.04.1769 in Mühlheim an der Ruhr

männlich, geb. Tersteegen

deutscher Laienprediger und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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