87.

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Gerhard Tersteegen: 87. (1733)

1
Will man der bösen Eigenlieb' nichts in der Welt mehr geben,
2
So suchet die verschmitzte Schlang' im Christentum ihr Leben,
3
Nach großen Dingen trachtet sie, nach Gaben, Licht und Schein,
4
Man wünschet einen hohen Stand, man will was Großes sein.
5
O liebe Seel', begehr es nicht! Gott liebet zwar die Frommen,
6
Doch über Fleisch und Eigenheit muß Tod und Unglück kommen.
7
Herr, deine Glorie mich erfreut, für mich ich gar nichts such',
8
Gibst du mir meine Seel' zur Beut', so bin ich groß genug.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gerhard Tersteegen
(16971769)

* 25.11.1697 in Moers, † 03.04.1769 in Mühlheim an der Ruhr

männlich, geb. Tersteegen

deutscher Laienprediger und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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