566. Herrliche Früchte der Leiden

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Gerhard Tersteegen: 566. Herrliche Früchte der Leiden (1733)

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O Kreuzesbaum, voll schöner Früchte,
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Der so begierlich im Gesichte
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Und herzerquickend im Genieß
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Weit mehr als der im Paradies,
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Wodurch sich Eva ließ betrügen
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Durch ein ertötend Scheinvergnügen!

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Das Kreuz schmeckt bitter zwar im Mund,
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Doch macht's aus solchem Tod gesund;
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Vom Kreuzesbaum ist gut zu essen,
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Möcht' ich's doch nimmermehr vergessen!
11
Wer sollt' nicht essen ohne Scheu!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gerhard Tersteegen
(16971769)

* 25.11.1697 in Moers, † 03.04.1769 in Mühlheim an der Ruhr

männlich, geb. Tersteegen

deutscher Laienprediger und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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