Wie soll ich unsern

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Johann Christoph Gottsched: Wie soll ich unsern Titel entspricht 1. Vers(1733)

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Wie soll ich unsern
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Den Friedensstifter neuer Zeit?
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O! möchte mir doch itzt ein edles Lied gelingen,
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Da seine Hand uns Palmen beut!
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Ein andrer mag die Streiter preisen,
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Die Brand und Blut der Welt bekannt gemacht;
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Die blöde Muse scheut der Krieger strenge Macht,
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Sie fleucht ein blutbespritztes Eisen:
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Nur weiser Herrscher Glanz, nur
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Und ihrem Helikon entrücken.

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O Lust! Es steckt, nach Wuth und Morden,
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Der wilde Mars die Schwerter ein;
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Es ist
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Man läßt
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Ja, ja, der Rhein vergißt sein Schrecken,
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Der laue Po beginnt sein schüchtern Haupt,
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Indem der Feind entweicht, der ihn bisher beraubt,
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Nun wieder in die Höh zu strecken;
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Und das Tyrrhener-Meer will gleichfalls sich bequemen,
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An Deutschlands Freude Theil zu nehmen.

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Getrost Europa! deine Söhne
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Frißt ferner kein gewetzter Stahl.
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Alekto raast nicht mehr; ihr schwirrendes Getöne,
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Und alle Furcht weicht auf einmal.
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Erheitre nun die trüben Blicke,
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Wisch ab das Salz der bittern Thränenfluth:
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Man düngt das Feld nicht mehr durch warmes Menschenblut,
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Dir lacht hinfort ein holder Glücke.
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Was dich bisher gekränkt, was Wuth und Noth erregt,
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Das ist nun glücklich beygelegt.

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Die Donau jauchzt, die Weichsel lachet,
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Der Elbstrom ist vergnügt dabey:
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Die Seine, so die Glut des Krieges angefachet,
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Ist nun von aller Mordlust frey.
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Der Tagus setzt der Herrschsucht Schranken,
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Die Tyber selbst nimmt Theil an solcher Lust.
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Ergetzt die Friedenspost dir nun die matte Brust:
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So sprich, wem hast du sie zu danken?
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Wer zwingt den Kriegsgott hier, den Küraß und den Degen
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Auch wider Willen abzulegen?

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Wer thuts, als
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Das Schutzgestirn der deutschen Welt?
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Der
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Als Schild und Spieß in Händen hält.
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Ja
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Schenkt itzt der Welt des Friedens süße Frucht.
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Wenn hat dein Vatersinn nicht Deutschlands Heil gesucht?
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Wir unerschöpft war deine Güte!
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Was hat dein weiser Geist nicht eifrigst unternommen,
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Zu dem erwünschten Zweck zu kommen?

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Wir denken noch, o Herr! der Zeiten,
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Als Gott und Recht dein Haupt gekrönt;
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Wie da dein Heldenarm sich zwar zu tapferm Streiten,
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Jedoch zur Herrschkunst mehr gewöhnt.
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Iberien sah deine Thaten,
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Zwar voller Lust, doch mit Erstaunen an;
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Es war fast um Bourbon und seine Macht gethan,
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Weil dir so mancher Sieg gerathen:
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Jedoch du wurdest kaum zum Kaiserthron erhoben,
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So sah man deiner Großmuth Proben.

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Wie sonst, mit einem edlen Triebe,
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Ein Adler Feind und Raub vergißt,
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Sich schnell gen Himmel schwingt, dem er aus zarter Liebe
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Geweiht und gänzlich eigen ist:
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Kaum zeigt sich das geliebte Feuer,
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Der Sonnenball, von Dampf und Nebel bloß;
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So hebt er sich empor, läßt seine Beute los,
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Und schenkt sie dem besiegten Geyer.
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Des Himmels schönstes Licht nach Herzenslust zu schauen,
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Läßt er den Raub dem Feind in Klauen.

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So that schon deine weise Jugend,
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O
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So handelst du noch itzt, denn deiner Heldentugend
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Ist Gnädigseyn die größte Lust.
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Gerechtes Haupt, du liebst die Deinen,
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Du kennst und suchst, was Ländern Wohlfahrt bringt;
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Du weist, daß auch der Sieg dem Sieger schlecht gelingt,
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Wenn Völker den Triumph beweinen.
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Du weist, das Kriegesglück hat pfeilgeschwinde Flügel,
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Und giebt für Köpfe Graus und Ziegel.

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Du schenkst
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Die dir das Erbrecht zugedacht,
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Dem Sohne
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Weil deiner Großmuth Trieb erwacht.
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Germanien ruft dich zum Throne,
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Den Habsburgs Stamm seit grauer Zeit geziert,
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Dieß große Reich wird nur durch dein Verdienst gerührt;
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Du kömmst, und nimmst die Kaiserkrone.
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Kein Wunder! wer den Geist zum Frieden weis zu lenken,
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Kann leicht ein Königreich verschenken.

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Den Schluß wird keine Zeit vergessen,
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Den jüngst dein hoher Geist gefaßt;
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Als Du Europens Wohl mit Vorsicht abgemessen,
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Des Reiches Heil besorget hast.
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Du siehst, o
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Dein Rath bedenkt der Deutschen Sicherheit.
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Wie oft hat
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Wie oft zwingt uns
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Wer kann auf beyde so, wie Oestreichs Degen blitzen?
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Wer Deutschland ost- und westwärts schützen?

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Der Muselmann im Oriente
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Wich deiner Sorgfalt für das Reich:
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Allein es regten sich im stolzen Occidente
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Drey starke Machten fast zugleich.
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Mit dir, Herr, stund das Recht im Bunde;
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Dort kämpften List, Behendigkeit und Macht!
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Sie stritten ohne Feind, und siegten ohne Schlacht,
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Eh noch dein Heer im Felde stunde;
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Dein Heer, das bald darauf der Krieger Wuth gedämpfet,
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Und tapfer für dein Recht gekämpfet.

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Ihr Musen, sagt, was hier am Rheine,
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Dort in
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Da fochtest du, o
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Hier ließ ein vielfach Heer sich sehn.
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Hält alle Macht der schnellen Franzen auf:
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Dort hemmet
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So viel auch ihrer Fahnen waren.
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Wie leichtlich hätte sie auch
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Wär ihm das Reich recht beygesprungen.

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Ach! daß die Zwietracht deiner Glieder,
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O Deutschland! dir so schädlich ist:
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Nur Neid und Eigensinn schlägt deine Kräfte nieder,
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Dadurch du sonst so furchtbar bist.
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Wo sind die unbesiegten Waffen,
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Die sonst so leicht die halbe Welt gezähmt?
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Vorzeiten hast du Rom im größten Flor beschämt,
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Itzt kanst du dir nicht Hülfe schaffen.
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Wo ist, Germanien, dein nie bezwungner Degen,
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Der sonst beständig obgelegen?

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Was machts? Dort warst du fest verbunden,
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Hier trennt dich Stolz und Eigennutz.
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Wer seinen Ruhm verficht, wird schwerlich überwunden;
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Die Zwietracht nur braucht fremden Schutz.
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Erwacht, ihr alten Grajer-Helden,
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Die Trojens Burg zehn Jahre lang bekriegt,
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Wo zwanzig Fürsten kaum ein einzig Volk besiegt;
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Ihr sollt uns aus Erfahrung melden:
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Ward nicht aus Zwiespalt bloß, darinn ihr oft gestanden,
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Euch Zeit und Volk und Ruhm zu schanden?

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So giengs: doch eures Fehlers Früchte
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Sind unsichtbar für unsre Zeit.
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Germanien nimmt ab, gleichwohl deckt sein Gesichte
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Noch keine Scham und Blödigkeit.
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Der Feind erweitert stets die Gränzen,
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Das Reich wird klein: doch seine Söhne ruhn.
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Wer denkt an seine Pflicht? Wer will das Seine thun?
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Wer läßt sein Schwert für
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Der kalte Nord bricht auf, die Cimbrer und die Scythen
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Sieht man das deutsche Reich behüten.

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Die Nachwelt wird erstaunend lesen;
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Was unser Blick bestürzt gesehn;
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Was, seit der Weltkreis stund, ganz unerhört gewesen,
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Das Wunderding ist jüngst geschehn.
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Die Bürger von dem
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Vom weiten
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Und Nachbarn vom
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Die alle brachen auf, auf unsers Kaisers Winken,
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Aus dem entfernten Rhein zu trinken.

159
O
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Dir kämpft auch Rußlands Kaiserinn.
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Wie eifrig war sie, dir die Freundschaft zu bezeigen?
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Als wär dein Siegen ihr Gewinn.
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Ihr tapfers Volk eilt dich zu schützen,
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Sie schickt ihr Heer, bloß dir zu gut, so weit;
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Setzt der
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Dann muß ihr Stahl auf Frankreich blitzen.
167
Zwo
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Erst Engellands, dann die aus Reußen.
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Und so erfüllt sich nach Verlangen,
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Mein Kaiser, deiner Weisheit Schluß;
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Nunmehr ist
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Was künftig Deutschland retten muß.
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Dein Erbfolgsrecht wird feste stehen,
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Dein Oesterreich bleibt ewig ungetrennt.
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Nun Hymens Fackel auch der
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So kann dein Haus nicht untergehen:
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Ja den
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Wird Deutschland einst zum Haupte wählen.

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Was kann doch dem Vergnügen gleichen,
180
O Wien, darein dich
181
Wo sieht Eurpoa wohl, in allen seinen Reichen,
182
Ein Volk, daß sich wie du ergetzt?
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Man bebt noch vor Bellonens Klingen,
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Man zittert noch vor der Karthaunen Knall;
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Die Trommeln schmettern noch, wie der Trompeten Schall:
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Nur du hörst Hochzeitlieder singen.
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Dein Haupt und Vater,
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Vertreibt die Furcht, und lehrt dich lachen.

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Ja,
190
Du schenkst ihn der bedrängten Welt:
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Jüngst schien er ganz und gar vom Erdkreis abgeschieden,
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Du hast ihn glücklich hergestellt.
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Verbanne ferner Krieg und Streiten,
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Schleuß ewiglich des Janus Tempel zu;
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Der Erdkreis seufzet längst nach ungestörter Ruh,
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Wer kann die sonst, als du, bereiten?
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Jedoch denkt Mars nicht gar sein Mordschwert einzustecken:
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So mag er ferne Völker schrecken.

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Dort, wo dem Asiaterstrande
200
Der
201
Wo
202
Und
203
Da mögen seine Waffen schalten,
204
Da mag sein Sohn, der tapfre
205
Den Feind der Christenheit, den wüsten Muselmann,
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In steter Furcht und Angst erhalten:
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Da mag ohn Unterlaß der wilde Roßschweif fliegen,
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Da mag er bis zum Nilstrom siegen.

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Wie lange soll das Mördereisen
210
Europen an die Seele gehn?
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Wann wird sich die Vernunft bey uns doch kräftig weisen?
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Wenn wird das Herz in Ruhe stehn?
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Wird darum nur der Witz geläutert?
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Wird darum nur so manche Kunst erdacht,
215
Der Sitten Höflichkeit, der Städte Glanz und Pracht
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Erhöht, verbessert und erweitert?
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Soll uns die Wissenschaft aus Menschen denn zu Drachen,
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Und ungeheuern Tygern machen?

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Ach Schande! Schande für die Zeiten,
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Da Geist und Witz und Sitten blühn!
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Laßt Barbarn immerhin, als tolle Bären, streiten,
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Laßt Africa zu Felde ziehn:
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Die Christenheit muß friedlich leben,
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Der Musen Sitz, der Weisheit Vaterland:
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Wo Blutvergießen herrscht, da schwindet der Verstand,
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Und dieser muß uns Frieden geben.
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Nur der und
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Den schnöden Mordgeist zu verbannen.

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O folgt doch beyder sanftem Wesen!
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O folgt doch beyder weisem Rath!
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Die späte Welt wird zwar von seinen Siegen lesen,
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Doch mehr von mancher Friedensthat.
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Mercur wird seine Vorsicht preisen,
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Dadurch das Wohl der Unterthanen steigt;
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Wenn Oestreichs Flagge sich in allen Meeren zeigt,
236
Wo
237
Denn soll
238
So wird gewiß

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Apollo wird die Sorgfalt lehren,
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Womit auch
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Denn welche Wissenschaft, die Ländern irgend nützt,
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Steht nicht an seinem Hof in Ehren?
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Minerva wird den Flor der Künste
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In
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Sie rühmt schon seines Rohrs Gewinste;
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Ihr scharfer Bogen selbst, nebst allen ihren Pfeilen,
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Wird seinem Schuß den Preis ertheilen.

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Das alles wird man in Geschichten,
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O Herr! zu deinem Preise sehn:
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Caliope besingt in ewigen Gedichten,
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Was itzt durch deine Hand geschehn.
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Wer ehrt nicht auch die Freundschaftsproben,
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Die Sachsens Haupt von deiner Hand gespürt?
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So lang
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So lange werden sie erhoben.
256
So lange
257
Wird deine Großmuth Kränze finden.

258
Ach! träf auch die bedrängten Heerden,
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O Kaiser! einst dein Gnadenstral;
260
Die oft, auch unter dir, ein Raub der Feinde werden:
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Wie priese dich auch diese Zahl!
262
Ach! schütze doch auch die Gewissen,
263
Und thu, wie Gott, der alles gleich ernährt;
264
Der auch die Heiden nicht in seinem Grimm verzehrt,
265
Die sich doch seinem Dienst entrissen.
266
Ja ja, wir hoffen schon, du schonst hinfort der Armen,
267
Durch ein recht väterlich Erbarmen.

268
Gebt acht! welch himmlisches Gesichte!
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Welch
270
Sein sanftes Auge stralt von einem heitern Lichte;
271
Ein Oelzweig ist der Hände Zier.
272
Irene selbst verläßt den Himmel,
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Sie kömmt zurück nach unsrer Unterwelt:
274
Bellona bebt und zagt, selbst Mars ist ganz entstellt;
275
Man hört ein freudig Lustgetümmel.
276
O mehr als güldne Zeit! o längst erwünschte Stunden!
277
Wie schön habt ihr euch eingefunden!

278
Seht! Mars entweicht, Bellona fliehet,
279
Der Rost verzehrt der Schwerter Stahl;
280
Verstand und Tugend herrscht, der Völker Wohlfahrt blühet,
281
Europa weis von keiner Quaal.
282
Der Ackerbau, der Handel steiget,
283
Die Wissenschaft, die Kunst kömmt mehr empor.
284
Ihr Enkel später Zeit, genießt ihr diesen Flor,
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Denkt, daß er euch zur Dankpflicht neiget.
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Ihr müsset unsern
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Ihm muß ein ewig Opfer brennen!

288
Die falschen Herzen klagen,
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Die guten freuen sich, daß du nicht ausgeschlagen
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Der Waffen Stillestand; und daß dein Sinn, o Held!
291
Den Frieden höher schätzt, als etwas in der Welt,
292
Das mit der Welt vergeht.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Christoph Gottsched
(17001766)

* 02.02.1700 in Königsberg, † 12.12.1766 in Leipzig

männlich, geb. Q116207795

deutscher Gelehrter, Sprachforscher und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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