Voller Gefühl des Jünglings, weil' ich Tage

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Voller Gefühl des Jünglings, weil' ich Tage Titel entspricht 1. Vers(1784)

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Voller Gefühl des Jünglings, weil' ich Tage
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Auf dem Ross', und dem Stahl', ich seh des Lenzes
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Grüne Bäume froh dann, und froh des Winters
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Dürre beblütet.

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Und der geflohnen Sonnen, die ich sahe,
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Sind so wenig doch nicht, und auf dem Scheitel
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Blühet mir es winterlich schon, auch ist es
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Hier und da öde.

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Wenn ich diess frische Leben regsam athme;
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Hör' ich dich denn auch wohl, mit Geistes Ohre,
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Dich dein Tröpfchen leises Geräusches träufeln,
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Weinende Weide.

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Nicht die Zipresse, denn nur traurig ist sie;
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Du bist traurig und schön, du ihre Schwester,
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O es pflanze dich an das Grab der Freund mir,
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Weide der Thränen!

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Jünglinge schlummern hin, und Greise bleiben
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Wach. Es schleichet der Tod nun hier, nun dort hin,
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Hebt die Sichel, eilt, dass er schneide, wartet
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Oft nicht der Ähre.

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Weiss auch der Mensch, wenn, ihm des Todes Ruf schallt?
22
Seine Antwort darauf? Wer dann mich klagen
23
Hört, verzeih dem Thoren sein Ach; denn glücklich
24
War ich durch Frohsinn!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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