Glänzend ist, Krieger und Könige, was ihr thatet, vielleicht auch

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Glänzend ist, Krieger und Könige, was ihr thatet, vielleicht auch Titel entspricht 1. Vers(1782)

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Glänzend ist, Krieger und Könige, was ihr thatet, vielleicht auch
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Edel, o Wunder! so gar.
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Was es denn sey; es steiget gewiss zu dem Enkel hinunter:
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Aber in welcher Gestalt?
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Etwa in der, die es hatte, da ihr es thatet? In jeder
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Andern, in dieser nur nicht!
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Von der Geschichte verfehlt, bald hoch zu der Wolke gehoben,
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Bald gesenkt in den Staub;
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Mit der Fabel Verwandlung beynah gebildet, zum Drachen
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Kadmus, der Drache zum Gott.
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Und nun setzen die Richter sich hin, und richten den Schatten,
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Weiser Entscheidungen voll,
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Alles, nachdem bey dem glimmernden Docht der Erzählende dunkel,
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Oder dunkler es sah.
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Arme Krieger und Könige, das ist also der Nachruhm,
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Der euch schlafen nicht liess?
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Euch verbot, an der Wissenschaft erfrischenden Quelle
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Auch nur am Abend zu ruhn?
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Unerquickte, so halten die Rhadamantchen der Nachwelt
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Über euch ihr Gericht?
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Glücklicher fiel sein Loos dem Dichter. Was er uns nachliess,
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Bleibet stets, was es war.
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Über ihn waltet sie nicht, die Geschichte; da spielt die Verwandlung
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Nicht, wie mit Thaten sie spielt.
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Richter sehn die Fehle des Werks, die Schönheit: allein mehr,
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Andere nicht, denn es har.
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Richtelnde könnens mit Tadel bestäuben, und Lobe; doch diess auch
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Können die wähnenden nur.
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Andere kommen dann auch, und stäuben ab: und es stehet
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Wieder da, wie es sprang
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Aus des Gebärenden Stirn, gerüstet mit der Ägide,
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Oder mit Kränzen geschmückt.
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Glücklicher fiel dem Dichter sein Loos. Er wohnt an der Quelle,
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Trinkt sie mit feurigem Durst,
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Schöpfet dem Schnitter daraus, und bringt die labende Schale
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Ihm in das Sonnengefild:
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Oder leitet ihm zu in der Ulme Schatten die Kühlung,
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Und vom Weste beweht.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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