Stand der Genius je, ohne die Kunst, und sie

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Stand der Genius je, ohne die Kunst, und sie Titel entspricht 1. Vers(1782)

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Stand der Genius je, ohne die Kunst, und sie,
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Ohn' ihn, jemals am Ziel?
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Nennet Kunst nicht, was mis, wie er auch grübelte,
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Schuf der Ästhetiker, mis,
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Wie tiefsinnig der Mann auch sich geberdete,
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Und es dem Lehrlinge schien.
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Solch ein blinzendes Ding, träumt ihr, erkohr er sich
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Jener Sohn des Olymps,
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Das zur Geliebten? (Kein Traum träumet wie eurer!) das
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Wäre des Genius Kunst?
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Ohne die er nur halb lebet, die er durch sich
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Kent, von der Forschungen Lust
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Hingerissen, zu spähn, was zu dem Herzen stimt;
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Und von der falschen Gestalt
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Nicht getäuschet, die sie fälschten, die unbelehrt
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Muster sahn, und Natur.
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Kaum begann er zu blühn, fühlte sich selber kaum,
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Als ihm Röthe für sie
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Schon entglühte. Er sieht bald sie am Rosenbusch
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Stehn im säuselnden West,
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Ach und weinen vor Scham, dass sie, die Einfalt selbst,
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Doch verheimlichen soll.
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Trunken lieben sie sich! Neben den glücklichen
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Sprosset der künftige Kranz.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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