Dank euch, Griechen, dass ihr, was der Verstand vereint

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Dank euch, Griechen, dass ihr, was der Verstand vereint Titel entspricht 1. Vers(1782)

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Dank euch, Griechen, dass ihr, was der Verstand vereint,
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Wie dem Freunde den Freund,
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Wie dem Jüngling die Braut Liebe, gewaltsam trent;
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Wenn mit siegendem Reitz
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Eure Sprache, wie Thau, euch von der Lippe träuft!
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Denn wer träte mit euch
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In die stäubende Bahn, wo es am Ziele grünt,
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Säumt' euch das nicht im Lauf.
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»blumen sinds, was umher wir in der Flur zerstreun!«
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Besser flöchtet ihr sie
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Gleich in Kränze; so letzt' all des Geruches Duft
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Jeden athmenden Zug.
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Denn wer mag in der Flur immer umher sich drehn,
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Suchen, ob irgendwo noch
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Lieg' ein Blümchen, es dann lesen, und sorgsam reihn?
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Lieber nimt man den Kranz.
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»aber der Rithmos gebot's!« Phöbus Gesang ist der
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Dichtern, wenn er gehorcht;
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Ist Sirenengesang, wenn er gebeut: und doch
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Trankt ihr mit durstigem Ohr.
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Durft' er hersehen selbst da, wo es das Leben galt,
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Welches der Dichter erschaft?
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»ach er lockte so sanft!« Und den verlockten sank
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Viel des Lebens dahin!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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