Der Grieche sang in lyrischem Ton Bürgergesetz

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Der Grieche sang in lyrischem Ton Bürgergesetz Titel entspricht 1. Vers(1778)

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Der Grieche sang in lyrischem Ton Bürgergesetz.
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Verwandter sind die Gesetze der Kunst dem lyrischen Ton;
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So dürfen wir ja auch wohl ein ernsteres Wort
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In die Tafel graben. Wir dürfen nicht; aber wir thun's.

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Der Dichter, dem es noch nicht da sich entschleyerte,
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Dass die Freude der edlen öfter schweigt,
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Als selbst ihr mächtigster Schmerz,
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Der wanket schon an der Schwelle des Heiligthums.

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Aber der unanstossendes Schrittes
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In den Tempel trat der Kunst, diesem muss,
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Für jede Kentniss, die dort zeiget, oder warnt,
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Dennoch den Blick schärfen der Genius,

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Bevor er lernt, was die edlen dann,
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Wenn in Stimme sich nun ihr Verstummen wandelt,
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Dann sagen, und welche Worte der Wahl sie würdigen,
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Wenn sich nun ihr Verstummen wandelt!

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Bevor er geweiht, und, an der Hand
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Der Entdeckung, so tiefer Erfinder wird,
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Dass zu seiner Saite Klang mit der vollen
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Harmonie das Herz der Hörenden klingt!

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Wenn je die Stirn der Kunst mit Ernste gebot,
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So war es hier; sie gebot: Wie Raphael bildete, Gluck
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Mit dem Tone vereinte den Ton, so vollende der Dichter,
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Mehr noch, treffender noch, wenn es Freude gilt!

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Freude, Freude, du Himmelskind!
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Danksagend küsst er den Zauberstab,
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Von dem, als du damit ihn berührtest,
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Ein heiliger Funken ihm in die Seele sprang.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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