Töne mir, Harfe des Palmenhains

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Töne mir, Harfe des Palmenhains Titel entspricht 1. Vers(1764)

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Töne mir, Harfe des Palmenhains,
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Der Lieder Gespielin, die David sang!
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Es erhebt steigender sich Sions Lied,
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Wie des Quells, welcher des Hufs Stampfen entscholl.

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Höher in Wolken, o Palmenhain,
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Erblickst du das Thal, wie der Lorberwald!
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Und entsenkst Schatten, herab auf den Wald,
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Dem Gewölk, welches dich deckt, Palme, mit Glanz,

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Tanze, Siona, Triumph einher!
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Am Silbergelispel Phiala's trit
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Sie hervor! schwebet im Tanz! fühlts, wie du
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Sie erhebst, Religion dessen, der ist!

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Seyn wird! und war! Der erbabnen weht
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Sanft Rauschen vom Wipfel der Palme nach.
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An dem Fall, welchen du tönst, reiner Quell
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Des Krystals, rufen ihr nach Berge Triumph!

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Feuriger blickt sie! ihr Haupt umkränzt
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Die Rose Sarona, des Blumenthals.
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Ihr Gewand fliesst, wie Gewölk, sanft um sie,
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Wie des Tags Frühe gefärbt, Purpur und Gold.

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Liebevoll schauet, o Sulamith
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Siona, mein Blick dir, und freudig nach!
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Es erfüllt Wehmuth und Ruh, Wonn' erfüllt
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Mir das Herz, wenn du dein Lied, himlische, singst.

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Hört ihr? Siona begint! schon rauscht
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Der heilige Hain von dem Harfenlaut!
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Des Krystals Quelle vernimts, horcht, und steht;
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Denn es wehn Lispel im Hain rings um sie her.

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Aber itzt stürzt sie die Well' herab
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Mit freudiger Eil! Denn Siona nimt
31
Die Posaun', hält sie empor, lässt sie laut
32
Im Gebirg' hallen! und ruft Donner ins Thal!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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