Veracht ihn, Leyer, welcher den Genius

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Veracht ihn, Leyer, welcher den Genius Titel entspricht 1. Vers(1752)

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Veracht ihn, Leyer, welcher den Genius
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In sich verkennet! und zu des Albion,
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Zu jedem edlern Stolz unfähig,
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Fern, es zu werden, noch immer nachahmt!

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Soll Hermanns Sohn, und, Leibniz, dein Zeitgenoss,
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(des Denkers Leben lebet noch unter uns!)
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Soll der in Ketten denen nachgehn,
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Welchen er, kühner, vorüber flöge?

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Und doch die Wange niemals mit glühender
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Schamvoller Röthe färben? nie feuriger,
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Sieht er des Griechen Flug, ausrufen:
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Wurde zum Dichter nur er geboren?

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Nicht zürnend weinen, weinen vor Ehrbegier,
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Wenn ers nicht ausrief? gehen, um Mitternacht
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Auffahren? nicht, an seiner Kleinmuth,
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Sich, durch unsterbliche Werke, rächen?

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Zwar, werther Hermanns, hat die bestäubte Schlacht
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Uns oft gekrönet! hat sich des Jünglings Blick
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Entflamt! hat laut sein Herz geschlagen,
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Brennend nach kühnerer That gedurstet!

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Dess Zeug' ist Höchsted, dort, wo die dunkle Schlacht
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Noch donnert, wo, mit edlen Britanniern,
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Gleich würdig ihrer grossen Väter,
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Deutsche dem Gallier Flucht geboten!

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Das Werk des Meisters, welches von hohem Geist
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Geflügelt hinschwebt, ist, wie des Helden That,
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Unsterblich! wird, gleich ihr, den Lorber
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Männlich verdienen, und niedersehen!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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