Ha, dort kömt er mit Schweiss, mit Römerblute

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Ha, dort kömt er mit Schweiss, mit Römerblute Titel entspricht 1. Vers(1752)

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Ha, dort kömt er mit Schweiss, mit Römerblute,
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Mit dem Staube der Schlacht bedeckt! so schön war
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Hermann niemals! So hats ihm
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Nie von dem Auge geflammt!

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Kom! ich bebe vor Lust! reich mir den Adler
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Und das triefende Schwert! kom, athm', und ruh hier
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Aus in meiner Umarmung,
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Von der zu schrecklichen Schlacht!

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Ruh hier, dass ich den Schweiss der Stirn abtrockne,
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Und der Wange das Blut! Wie glüht die Wange!
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Hermann! Hermann! so hat dich
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Niemals Thusnelda geliebt!

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Selbst nicht, da du zuerst im Eichenschatten
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Mit dem bräunlichen Arm mich wilder fasstest!
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Fliehend blieb ich, und sah dir
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Schon die Unsterblichkeit an,

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Die nun dein ist! Erzählts in allen Hainen,
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Dass Augustus nun bang mit seinen Göttern
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Nektar trinket! dass Hermann,
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Hermann unsterblicher ist!

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»warum lockst du mein Haar? Liegt nicht der stumme
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Todte Vater vor uns? O hätt' Augustus
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Seine Heere geführt; er
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Läge noch blutiger da!«

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Lass dein sinkendes Haar mich, Hermann, heben,
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Dass es über dem Kranz' in Locken drohe!
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Siegmar ist bey den Göttern!
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Folg du, und wein' ihm nicht nach!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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