Blume, du stehst verpflanzet, wo du blühest

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Blume, du stehst verpflanzet, wo du blühest Titel entspricht 1. Vers(1750)

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Blume, du stehst verpflanzet, wo du blühest,
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Werth, in dieser Beschattung nicht zu wachsen,
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Werth, schnell wegzublühen, der Blumen Edens
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Bessre Gespielin!

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Lüfte, wie diese, so die Erd' umathmen,
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Sind, die leiseren selbst, dir rauhe Weste.
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Doch ein Sturmwind wird (o er kömt! entflieh du,
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Eh er daherrauscht,)

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Grausam, indem du nun am hellsten glänzest,
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Dich hinstürzen! allein, auch hingestürzet,
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Wirst du schön seyn, werden wir dich bewundern,
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Aber durch Thränen!

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Reizend noch stets, noch immer liebenswürdig,
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Lag Clarissa, da sie uns weggeblüht war,
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Und noch stille Röthe die hingesunkne
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Wange bedeckte.

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Freudiger war entronnen ihre Seele,
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War zu Seelen gekommen, welch' ihr glichen,
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Schönen, ihr verwandten, geliebten Seelen,
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Die sie empfingen,

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Dass in dem Himmel sanft die liedervollen,
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Frohen Hügel umher zugleich ertönten:
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Ruhe dir, und Kronen des Siegs, o Seele,
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Weil du so schön warst!

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So triumphirten, die es würdig waren.
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Kom, und lass wie ein Fest die Stund' uns, Cidli,
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Da sie fliehend uns ihr erhabnes Bild liess,
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Einsamer feyren!

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Samle Zipressen, dass des Trauerlaubes
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Kränz' ich winde, du dann auf diese Kränze
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Mitgeweinte Thränen zur ernsten Feyer
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Schwesterlich weinest!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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