Ein stiller Schauer deiner Allgegenwart

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Ein stiller Schauer deiner Allgegenwart Titel entspricht 1. Vers(1748)

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Ein stiller Schauer deiner Allgegenwart
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Erschüttert, Gott! mich. Sanfter erbebt mein Herz,
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Und mein Gebein. Ich fühl', ich fühl' es,
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Dass du auch hier, wo ich weine, Gott! bist.

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Von deinem Antlitz wandelt, Unendlicher,
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Dein Blick, der Seher, durch mein eröffnet Herz.
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Sey vor ihm heilig, Herz, sey heilig,
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Seele, vom ewigen Hauch entsprungen!

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Verirrt mich Täuschung? oder ist wirklich wahr,
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Was ein Gedanke leise dem andern sagt?
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Empfindung, bist du wahr, als dürf' ich
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Frey mit dem Schöpfer der Seele reden?

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Gedanken Gottes, welche der Ewige,
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Der Weis' itzt denket! wenn ihr den menschlichen
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Gedanken zürnet: o wo sollen
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Sie vor euch, Gottes Gedanken! hinfliehn?

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Flöhn sie zum Abgrund; siehe, so seyd ihr da!
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Und wenn sie bebend in das Unendliche
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Hineilten; auch im Unbegränzten,
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Wärt ihr, allwissende! sie zu schauen!

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Und wenn sie Flügel nähmen der Seraphim
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Und aufwärts flögen, in die Versamlungen,
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Hoch ins Getön, ins Halleluja,
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In die Gesänge der Harfenspieler;

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Auch da vernähmt ihr, göttliche Hörer! sie.
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Flieht denn nicht länger, seyd ihr auch menschlicher,
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Flieht nicht; der ewig ist, der weiss es,
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Dass er in engen Bezirk euch einschloss.

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Des frohen Zutrauns! ach der Beruhigung,
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Dass meine Seele, Gott! mit dir reden darf!
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Dass sich mein Mund vor dir darf öffnen,
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Töne des Menschen herabzustammeln!

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Ich wag's, und rede! Aber du weisst es ja,
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Schon lange weisst du, was mein Gebein verzehrt,
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Was, in mein Herz tief hingegossen,
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Meinen Gedanken ein ewig Bild ist!

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Nicht heut erst sahst du meine mir lange Zeit,
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Die Augenblicke, weinend vorübergehn!
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Du bist es, der du warst; Jehova
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Heissest du! aber ich Staub von Staube!

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Staub, und auch ewig! denn die Unsterbliche,
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Die du mir, Gott! gabst, gabst du zur Ewigkeit!
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Ihr hauchtest du, dein Bild zu schaffen,
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Hohe Begierden nach Ruh und Glück ein!

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Ein drängend Heer! Doch Eine ward herlicher
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Vor allen andern! Eine ward Königin
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Der andern alle, deines Bildes
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Letzter und göttlichster Zug, die Liebe!

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Die fühlst du selber, doch als der Ewige;
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Es fühlen jauchzend, welche du himlisch schufst,
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Die hohen Engel deines Bildes
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Letzten und göttlichsten Zug, die Liebe!

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Die grubst du Adam tief in sein Herz hinein!
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Nach seinem Denken von der Vollkommenheit,
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Ganz ausgeschaffen, ihm geschaffen,
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Brachtest du, Gott! ihm der Menschen Mutter!

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Die grubst du mir auch tief in mein Herz hinein!
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Nach meinem Denken von der Vollkommenheit,
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Ganz ausgeschaffen, mir geschaffen,
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Führst du sie weg, die mein ganzes Herz liebt!

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Der meine Seele ganz sich entgegen giesst!
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Mit allen Thränen, welche sie weinen kann,
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Die volle Seele ganz zuströmet!
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Führst du sie mir, die ich liebe, Gott, weg!

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Weg, durch dein Schicksal, welches, unsichtbar sich
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Dem Auge fortwebt, immer ins Dunklre webt!
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Fern weg den ausgestreckten Armen!
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Aber nicht weg aus dem bangen Herzen!

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Und dennoch weisst du, welch ein Gedank' es war,
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Als du ihn dachtest, und zu der Wirklichkeit
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Erschaffend riefst, der, dass du Seelen
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Fühlender, und für einander schufest!

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Das weisst du, Schöpfer! Aber dein Schicksal trent
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Die Seelen, die du so für einander schufst,
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Dein hohes, unerforschtes Schicksal,
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Dunkel für uns, doch anbetungswürdig!

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Das Leben gleichet, gegen die Ewigkeit,
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Dem schnellen Hauche, welcher dem Sterbenden
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Entfliesst; mit ihm entfloss die Seele,
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Die der Unendlichkeit ewig nachströmt!

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Einst löst des Schicksals Vater in Klarheit auf,
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Was Labyrinth war; Schicksal ist dann nicht mehr!
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Ach dann, bey trunknem Wiedersehen,
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Giebst du die Seelen einander wieder!

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Gedanke, werth der Seel' und der Ewigkeit!
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Werth, auch den bängsten Schmerz zu besänftigen!
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Dich denkt mein Geist in deiner Grösse;
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Aber ich fühle zu sehr das Leben,

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Das hier ich lebe! Gleich der Unsterblichkeit,
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Dehnt, was ein Hauch war, fürchterlich mir sich aus!
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Ich seh', ich sehe meine Schmerzen,
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Gränzenlos dunkel, vor mir verbreitet

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Lass, Gott, diess Leben, leicht wie den Hauch entfliehn!
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Nein, das nicht! gieb mir, die du mir gleich erschufst!
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Ach, gieb sie mir, dir leicht zu geben!
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Gieb sie dem bebenden, bangen Herzen!

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Dem süssen Schauer, der ihr entgegen wallt!
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Dem stillen Stammeln der, die unsterblich ist,
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Und sprachlos ihr Gefühl zu sagen,
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Nur, wenn sie weinet, nicht ganz verstummet.

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Gieb sie den Armen, die ich voll Unschuld oft,
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In meiner Kindheit, dir zu dem Himmel hub,
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Wenn ich, mit heisser Stirn voll Andacht,
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Dir um die ewige Ruhe flehte.

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Mit Einem Winke giebst du, und nimst du ja
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Dem Wurm, dem Stunden sind wie Jahrhunderte,
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Sein kurzes Glück; dem Wurm, der Mensch heisst,
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Jähriget, blühet, verblüht, und abfällt.

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Von ihr geliebet, will ich die Tugend schön
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Und selig nennen! will ich ihr himlisch Bild.
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Mit unverwandten Augen anschaun,
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Ruhe nur das, und nur Glück das nennen,

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Was sie mir zuwinkt! Aber o frömmere,
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Dich auch, o die du ferner und höher wohnst,
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Als unsre Tugend, will ich reiner,
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Unbekant, Gott nur bemerket, ehren!

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Von ihr geliebet, will ich dir feuriger
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Entgegenjauchzen! will ich mein voller Herz,
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In heissern Hallelujaliedern,
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Ewiger Vater, vor dir ergiessen!

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Dann, wenn sie mit mir deinen erhabnen Ruhm
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Gen Himmel weinet, betend, mit schwimmendem
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Entzücktem Auge; will ich mit ihr
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Hier schon das höhere Leben fühlen!

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Das Lied vom Mittler, trunken in ihrem Arm
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Von reiner Wollust sing' ich erhabner dann
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Den Guten, welche gleich uns lieben,
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Christen wie wir sind, wie wir empfinden.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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