Viertes Lied

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Friedrich Gottlieb Klopstock: Viertes Lied (1763)

1
Ihr Freunde fehlt noch, die ihr mich künftig liebt!
2
Wo seyd ihr? Eile, säume nicht, schöne Zeit!
3
Komt, auserkohrne, helle Stunden,
4
Da ich sie seh', und sie sanft umarme!

5
Und du, o Freundin, die du mich lieben wirst,
6
Wo bist du? Dich sucht, Beste, mein einsames,
7
Mein fühlend Herz, in dunkler Zukunft,
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Durch Labyrinthe der Nacht hin suchts dich!

9
Hält dich, o Freundin, etwa die zärtlichste
10
Von allen Frauen mütterlich ungestüm;
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Wohl dir! auf ihrem Schoosse lernst du
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Tugend und Liebe zugleich empfinden!

13
Doch hat dir Blumenkränze des Frühlings Hand
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Gestreut, und ruhst du, wo er im Schatten weht;
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So fühl auch dort sie! Dieses Auge,
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Ach dein von Zärtlichkeit volles Auge,

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Und der in Zähren schwimmende süsse Blick,
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(die ganze Seele bildet in ihm sich mir!
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Ihr heller Ernst, ihr Flug zu denken,
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Leichter als Tanz in dem West und schöner!)

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Die Mine, voll des Guten, des Edlen voll,
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Diess vor Empfindung bebende sanfte Herz!
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Diess alles, o die einst mich liebet!
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Dieses geliebte Phantom ist mein! du,

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Du selber fehlst mir! Einsam und wehmuthsvoll
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Und still und weinend irr' ich, und suche dich,
27
Dich, Beste, die mich künftig liebet,
28
Ach die mich liebt! und noch fern von mir ist!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Gottlieb Klopstock
(17241803)

* 02.07.1724 in Quedlinburg, † 14.03.1803 in Hamburg

männlich, geb. Klopstock

deutscher Autor und Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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