Deine Grüße hab ich wohl erhalten

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Johann Wolfgang Goethe: Deine Grüße hab ich wohl erhalten (1779)

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Deine Grüße hab ich wohl erhalten.
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Liebe lebt jetzt in tausend Gestalten,
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Gibt der Blume Farb und Duft,
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Jeden Morgen durchzieht sie die Luft,
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Tag und Nacht spielt sie auf Wiesen, in Hainen
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Mir will sie oft zu herrlich erscheinen;
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Neues bringt sie täglich hervor,
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Leben summt uns die Biene ins Ohr.
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Bleib, ruf ich oft, Frühling! man küsset dich kaum,
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Engel, so fliehst du wie ein schwankender Traum;
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Immer wollen wir dich ehren und schätzen,
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So uns an dir wie am Himmel ergötzen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Wolfgang von Goethe
(17491832)

* 28.08.1749 in Frankfurt am Main, † 22.03.1832 in Weimar

männlich, geb. Goethe

natürliche Todesursache | Herzinfarkt

deutscher Dichter, Dramatiker, Naturforscher und Politiker (1749–1832)

(Aus: Wikidata.org)

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