[weil nun der süsse Schlaff]

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Andreas Gryphius: [weil nun der süsse Schlaff] (1640)

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Weil nun der süsse Schlaff die müden Augen schleust/
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Und die beschwärzte Nacht gleich einem Strom herfleust/
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Weil dicke Finsternüß die frembden Träum einführet/
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Und der gebundne Leib nichts fühlt/ nichts kennt/ nichts rühret.
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So ko i O süsse Ruh'! erquicke meine Seel!
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Die nur durch dich/ nach dir in dieser Marter-Höhl
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Mit steten Seuffzen schmacht/ ko i/ wann mein Tag vergangen/
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Und ich die Ewigkeit geruffen anzufangen.
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Leb' in mir/ wann der Tod das kalte Fleisch bestrickt/
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Und mir die lange Nacht beyd' Augen zugedrückt.
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Gib daß ich sicher lieg' und nichts mich mög erschrecken/
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Wenn an dem grossen Tag du alle wirst erwecken.
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Denn laß mich dich o Sonn/ o Licht/ das niemand schaut/
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Der noch das Elend hier im Thal der Thränen baut/
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Mit immer neuer Freud' in diesen Gliedern sehen;
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Laß unter deinem Fuß was hier dich pflegt zu schmähen
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Zutretten/ und zuknickt/ mein frölich Lustbild seyn/
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Und führe mich ins Hauß der seel'gen Ruhstätt ein.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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