79. An Mallium

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Andreas Gryphius: 79. An Mallium (1640)

1
Du spilst: ich glaub es nicht. Wann dich das Glück anlacht;
2
Da ist kein Mensch den nicht dein leichtes Maul verlacht.
3
Wenn sich das Blatt verkehrt und andere gewinnen:
4
Dann sitzst und tobest du als daß du sonder Sinnen.
5
Du fluchst/ du pochst/ du schnarchst/ du schreyst den Himmel an/
6
So rasend als kein Hund/ der töricht/ wütten kan.
7
Du weist daß ich diß weiß' und lockst mich: kom ich will
8
Itzt mit dir spilen. Nein! dein spilen ist kein Spill.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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