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Daß es an uns allein fast lieget,
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Wenn man sich nicht zu aller Zeit,
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An der Geschöpfe Lieblichkeit,
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Auch gar wenn alles naß, und schlackrig ist, vergnüget;
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Hat mir ein trüber Tag im Winter jüngst gewiesen,
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Da ich verschiednes, welches schön,
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Auch im December selbst, gesehn,
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Woran ich mich vergnügt und GOtt dafür gepriesen.
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Ich ging, in einer Morgen-Stunde,
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Mit einem Pfeifchen in dem Munde,
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In meinem Garten auf und nieder,
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Von Grillen und Geschäften frey,
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Und ward gewahr, wie hin und wieder,
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Auch wenn es schlackrig ist, doch was beträchtlichs sey.
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Die Bäume, die nunmehr entkleidet, kamen mir,
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Als wenn sie würcklich schlieffen, für;
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Die Winde schienen oft, durch hin und wieder biegen,
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Sie gleichsam in den Schlaf zu wiegen.
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Sind nun die Wipfel gleich, da alle Zweig’ entlaubet,
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Von ihrer grünen Pracht beraubet;
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So scheinen doch, wenn wir es wol erwegen,
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Der Bäume feuchte Stämm’ hingegen
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Mehr, als vorhin, geschmückt; indem die Dunckelheit
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Die Rinden schwärtzt) des Moses grüne Pracht,
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Die hie und da mit weisser untermischt,
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Nicht durch die Nässe nur erfrischt;
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An Farbe noch viel schöner macht.
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Jetzt überall, auch an den kleinsten Zweigen,
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Sich grosse, klare Tropfen zeigen;
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So läßt auch dieses angenehm.
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Indem sie all’ in reiner Klarheit prangen,
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Als sähe man daran erystallne Kugeln hangen,
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Wenn man auf sie sein Aug’ in dieser Absicht lencket,
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Und, daß es in der That den Augen lieblich, dencket.
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Die Knospen, welche man jetzt mehr, als sonften, sieht,
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Die zeigen uns die Stellen, worin sich
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Die wirckende Natur hier innerlich,
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Zu unsrer Lust, zu unserm Nutz, bemüht.
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Es scheint die Luft zwar schwer, und recht auf uns
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Wenn sie mit feuchtem Duft uns rings umher bezirckt,
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Wodurch sie denn in uns ein’ Art von Schwermuth wirckt,
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Die aber eigentlich kein wahres Unvergnügen.
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Es mischt sich eine Luft in diesen Unmuth ein,
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Wodurch man gleichsam kann in Schwermuth frölich seyn.
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Es scheint des Geistes Kraft, wenn trübe Luft uns drückt,
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Und unsre Blicke hemmt, sich minder zu zerstreuen,
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Und, gleichsam mehr vereint, zum Dencken mehr geschickt,
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Bey äusserlichem Schaur sich innerlich zu freuen.
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Indem ich dieses fühl’, empfind’ ich doch dabey,
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Daß diese trübe Zeit, nur denen leidlich sey,
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Die, wenn so Kält’ als Feuchtigkeit sich mehren,
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In ihre warmen Zimmer kehren,
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Und sich mit Recht erfreuen können,
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Daß ihnen, in der Winter-Zeit,
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Der Schöpfer die Beqvemlichkeit,
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Bey so viel Gutem, wollen gönnen.
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Ich wünsche denn mit Andacht-vollem Sinn,
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Da ich, GOtt Lob! von denen einer bin,
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Der, wenn die Lüfte kalt und scharf,
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Nicht ohne Dach und Fach verbleiben darf,
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Daß ich die Gnad’ erkennen möge,
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Auch Armer nach Vermögen pflege,
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Als denen, von Beqvemlichkeit beraubet,
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Der Mangel in der Winters-Zeit,
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So wol wenns schlackrig ist, als wenn es friert und schneit,
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Des Wetters sich zu freuen, nicht erlaubet;
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Damit sich wenigftens ihr Creutz in etwas mindre
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Und sie nicht dann und wann doch, GOtt zu dancken, hindre,
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Daß er sie, auch durch andre, nährt,
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Und obgleich kümmerlich, doch das, was noth, beschehrt.
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Sie thun uns, ohne das, mehr guts, als wirs ermessen:
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Jhr Gegensatz, zeigt unser Glück uns an,
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Und, ohne sie, würd’ iederman
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Noch mehr, als jetzt geschicht, wie gut ers hat, vergessen.
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Ach mögte man doch so am trüben Tage dencken,
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So wären wir vergnügt, so würde GOtt geehrt,
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Zugleich auch etwas Guts dem Nechsten zugekehrt,
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Auch dann wann Regen sich und Nebel auf uns sencken.