73. Uber die unterirdischen Grüffte der heiligen Märterer zu Rom

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Andreas Gryphius: 73. Uber die unterirdischen Grüffte der heiligen Märterer zu Rom (1640)

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Die Grüffte die du schawst/ hat dise Schar besessen/
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Die lebend Tod der Welt und ihrer Lust vergessen/
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Und Länder doch bekehrt/ und Höll und Feind erschreckt/
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Und Wunderwerck erweist und Todten aufferweckt.
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Der heilig-hohe Glantz dem sie hir wollen dinen;
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Hat disen Ort bestrahlt und ihr Gemütt beschinen/
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Itzt jauchtzen sie bey Gott/ wir leben in der Welt/
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Wir/ dehnen ihre Weiß' und Wohnung nicht gefält.
9
Drumb muß bey unserm Tag ihr schönes Licht erbleichen.
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Wir gehn mit Menschen umb: Drumb hört uns keine Leichen.
11
Sie wohnten/ schaw/ wie tieff! Doch stig ihr Geist hinauff.
12
Wir bawen hoch! Ach! Ach! Wohin sinckt unser Lauff.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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