66.

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Andreas Gryphius: 66. (1640)

1
So fern/ mein Licht/ von euch/ so fern von euch gerissen/
2
Theil ich die trübe Zeit in Schmertzen und Verdruß/
3
Und wünsch all Augenblick daß mir des Himmels Schluß
4
Erlaub euch bald voll Lust und unverletzt zu grüssen/
5
Mein Trauren kan ja nichts (wie hoch es auch) versüssen/
6
Als ihr/ O meine Lust. Wie daß mit schnellem Fuß
7
Ich denn mein werthes Heyl bestürtzt verlassen muß/
8
Indem ich einig mag die keusche Schönheit küssen.
9
Ihr
10
Ach führt mich wieder hin zu dem/ was mich ergetzt/
11
Warum doch suchet ihr mich von mir selbst zu scheiden?
12
Mein Leib/ ich geb es nach/ sitzt ja in diesem Land/
13
Die Seele geb ich dir zu fester Treue Pfand;
14
Bey welcher ich voll Ruh/ ohn welch' ich stets muß leiden.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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