58.

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Andreas Gryphius: 58. (1640)

1
Man glaubt das Schnee und Lufft auf Bergen stets zu finden/
2
Ob schon der Himmel sich in lauter Gluth verkehrt/
3
Und von der Sonnen Brand die Ströme selbst verzehrt/
4
Auch
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Drum habt ihr/ nun den Leib die Sonn euch wil entzünden/
6
Nun euch der Liebe Flamm in Seel und Hertze fährt;
7
Erquickung/ Lufft und Trost auf Bergen itzt begehrt/
8
Und sucht der Sorgen euch im Frischen zu entbünden.
9
Doch lockt euch ieder nicht auf die gespitzte Höh/
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Ein Rosen-Berg allein gibt Rath in heissem Weh/
11
Der auf dem Wipffel läst die schöne Nymfe schauen.
12
Wohl! achtet keiner Müh/ besteigt was ihr begehrt/
13
Und wo euch auf dem Berg Erfrischung wird beschert/
14
So last uns auffs Gebirg im Sommer Hütten bauen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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