34.

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Andreas Gryphius: 34. (1640)

1
Du forderst Herr von uns zum Neu-Jahr dein Geschencke/
2
Das du auf kurtze Frist uns und der Welt vertraut.
3
Nimm den! Ich laß es hin; es hat die Welt geschaut
4
Und wie sich in der Welt ein Mensch in Schmertzen kräncke.
5
Es schaut nun freudig an/ wie lieb reich Gott bedencke/
6
Den Er durchs reine Bad abwusch/ wofür ihm graut/
7
Dem Er ein Grab allhier und dort ein Schloß auffbaut
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Und zu sich rufft/ daß Er sich nicht von Ihm ablencke.
9
Zeuch hin! zeuch frölich hin! Ob schon mein Hertze bricht/
10
Beklag ich liebstes Kind doch deinen Abschied nicht/
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Weil dir weit besser ist als ich je wüntschen können.
12
Du forderst grosser Gott diß werthe Pfand von mir;
13
Ich weigre ferner nicht. Wolan es zeucht zu dir:
14
Was wirst hergegen du mir vor ein Neu-Jahr gönnen?

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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